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Vonderau, Judith

Eine Sendung von
Judith Vonderau,
Katholische Autorin im Hessischen Rundfunk, Bad Orb

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Das Bild zeigt eine weitläufige Stadionansicht während eines Fußballspiels. Die Zuschauertribünen sind überwiegend mit Fans in roten Trikots gefüllt. Auf dem Spielfeld sind Spieler aktiv, umgeben von einer grünen Rasenfläche. Die Atmosphäre ist lebhaft und enthusiastisch.

Fußball verbindet

Moderator/in: Die Fußball-WM ist gestartet – und heute Abend steht das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft an: gegen Curaçao. Viele fiebern schon mit. Doch für Judith Vonderau von der katholischen Kirche steckt in so einem Turnier noch viel mehr als nur Sport. Judith, du sagst: Mitfiebern ist schön – aber die WM kann noch mehr.

Judith Vonderau: Ja, auf jeden Fall. Die Idee hinter einer Weltmeisterschaft ist ja nicht nur der sportliche Wettbewerb. Es geht auch darum, dass Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern zusammenkommen. Dass ich meinen Blick weite, Neues entdecke und mich auf andere Kulturen einlasse. Ein gutes Beispiel ist das heutige Spiel: Curaçao – viele kennen den Namen vielleicht eher vom Likör oder Cocktail. Aber dass dahinter ein eigenständiges Land mit Menschen, Kultur und Geschichte steckt, ist vielen gar nicht bewusst.

Moderator/in: Das heißt, die WM kann unseren Blick verändern?

Judith Vonderau: Genau. Wenn ich mich nicht nur für das Ergebnis interessiere, sondern auch für die Menschen hinter den Mannschaften, dann entsteht etwas Verbindendes. Dann wird aus einem Spiel mehr als 90 Minuten Fußball. Es wird eine Begegnung – zumindest im übertragenen Sinn. Und das passt auch gut zu einem christlichen Gedanken: offen sein für andere, neugierig bleiben, den anderen nicht auf das reduzieren, was ich schon zu kennen glaube.

Moderator/in: Also ein Plädoyer für mehr Miteinander?

Judith Vonderau: Ja, absolut. Im besten Fall entsteht durch so ein Turnier ein Gefühl von Verbundenheit – über Ländergrenzen hinweg. Und genau das ist ja auch eine große Chance: dass wir erleben, wie vielfältig unsere Welt ist und dass uns trotz aller Unterschiede auch viel verbindet. Fußball kann dafür ein Türöffner sein.