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Vogt, Dr. Fabian

Eine Sendung von
Dr. Fabian Vogt,
Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Frankfurt

Eine Hand hält eine taubenförmige, ausgeschnittene Papiervorlage gegen einen hellen, blauen Himmel. Im Hintergrund sind vereinzelt kahle Bäume zu sehen. Die Szene vermittelt einen Eindruck von Hoffnung und Freiheit.

Friedensnobelpreis: „Selig sind die Friedensstifter!“

Moderator/in: Wer alles nominiert ist, bleibt fünfzig Jahre geheim. Wer gewinnt, erfahren wir morgen. Dann gibt das norwegische Nobelpreiskomitee bekannt, wer in diesem Jahr den Friedensnobelpreis bekommt. 287 Kandidaten sind im Rennen - Einzelpersonen und Organisationen. Und alle fragen sich: Wer hat in diesen nicht gerade friedlichen Zeiten am meisten für den Frieden getan?

Friedensnobelpreis 2026: 287 Kandidaten, die Entscheidung fällt morgen

Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Ein Preis für Friedensstifter müsste dir als Pfarrer besonders gefallen, oder? 

Fabian Vogt: Auf jeden Fall. Jesus sagt ja schon in der Bergpredigt: „Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen!“ (Matthäus 5,9) Sprich: Wer Frieden stiftet, auf dem liegt ein besonderer Segen. Und Alfred Nobel hat in seinem Testament festgelegt: Die Preise sollen diejenigen bekommen, die der Menschheit „den größten Nutzen“ gebracht haben. 

Alfred Nobels Testament: Warum Frieden der Menschheit nützt

Mich fasziniert: Nobel wollte nicht nur bahnbrechende naturwissenschaftliche Erkenntnisse in Medizin, Physik und Chemie ehren, sondern auch große Literatur … und den Frieden. Denn wer sich für Frieden einsetzt, bringt der Welt einen unglaublichen „Nutzen“. Also, wenn du mich als Pfarrer fragst: Im Friedensnobelpreis steckt eine Menge von dem, was Jesus wichtig war. 

Moderator/in: Hat sich Jesus denn selbst aktiv für den Frieden eingesetzt?

Fabian Vogt: Na, er hat gesagt: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.“ (Matthäus 5,44) Er wollte Hass, Wut und Streit überwinden. Für ihn war klar: Vergebung ist immer besser als Vergeltung. 

Frieden beginnt im Herzen: Mit sich selbst und mit Gott im Reinen

Und noch etwas wusste er: Wer in sich selbst Frieden spürt, der fängt auch so schnell keinen Streit an. Deshalb lag Jesus vor allem eins am Herzen: Dass Menschen mit sich selbst und mit Gott im Frieden leben können. Ich finde: Genau fängt da Frieden an – bis heute!