Dr. Pop: Warum Musik Leben retten kann
Moderator/in: Nachher ist Dr. Pop zu Gast bei Bärbel Schäfer im Sonntagstalk. Er ist Musikwissenschaftler und Kabarettist. Und er sagt: Musik rettet Leben und macht glücklich. Das beschreibt er auch in seinem neuen Buch „Macht Musik!“.
Klingt erst mal ziemlich groß. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Worauf stützt er das?
Studien belegen, dass Musik gegen Mobbing und Alzheimer hilft
Fabian Vogt: Na, Markus Henrik, so heißt Dr. Pop eigentlich, hat viele Studien aus der ganzen Welt ausgewertet. Die zeigen klar: Musik kann tatsächlich glücklich machen. Zum Beispiel gibt es an Schulen mit viel Musikunterricht weniger Mobbing. Wer Klaver spielt, kann oft besser einparken. Musik hilft bei Panikattacken. Und: Menschen mit Alzheimer erinnern sich durch Musik wieder an Dinge, die längst weg waren. Also: ziemlich beeindruckend. Und weil Dr. Pop Kabarettist ist, liest sich das Ganze auch noch sehr unterhaltsam.
Bibelgeschichte: Harfe gegen Depressionen?
Moderator/in: Hat dich das überrascht, dass Musik guttut?
Fabian Vogt: Nein, das passt zu dem, was ich kenne, auch als Pfarrer. Schon in der Bibel gibt‘s da eine Geschichte dazu. Ein König leidet an schweren Depressionen. Und seine Leute sagen: Wir holen einen Musiker, vielleicht hilft das. Und genauso kommt‘s. David, später selbst König, spielt Harfe für den Kranken. Und … dem geht‘s besser. Die Menschen wussten also schon vor 3000 Jahren: Musik kann heilen. Und sie waren überzeugt: Gute Musik ist ein Geschenk Gottes.