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Walther, Lukas

Eine Sendung von
Lukas Sims,
Pastoralreferent, Referent für Religiöse Bildung im Bischöflichen Jugendamt der Diözese Mainz, Mitarbeiter Kirche im HR

Allerheiligen in der Popkultur

Moderator/in: Heute an Allerheiligen denkt die katholische Kirche ja vor allem an Heilige wie Elisabeth von Thüringen oder auch Sankt Martin. Die sind für viele Vorbilder, weil sie sich für andere Menschen eingesetzt haben. Lukas Sims von der katholischen Kirche: Für dich haben die Heiligen deshalb auch was von Superhelden, wie wir sie aus dem Kino kennen?

Heilige und Superhelden: Wer ist ein Vorbild?

Lukas: Ja, ich find, Heilige sind sowas wie die Superhelden früherer Zeiten. Ein Held ist jemand, der sich für andere einsetzt, ohne auf eigenen Profit aus zu sein. Deswegen sind Superhelden und Heilige für mich gar nicht so weit auseinander. Das zeigt sich auch in den Zahlen: Es gibt mehr als 6000 offizielle Heilige und bei den Superhelden kommen jedes Jahr tausende neue dazu. Also eine riesen Vielfalt!

Da finde ich immer jemanden, der oder die mich inspiriert. Ich liebe zum Beispiel den Helden Daredevil: Er ist durch ein Unglück blind, aber dafür haben sich seine anderen Sinne geschärft. Er zeigt mir: „Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“ (2 Kor 12,9). Also in jedem von uns schlummern versteckte Kräfte.

Was können wir tun, auch ohne Superkräfte?

Moderator/in: Jetzt können wir ja leider nicht fliegen oder haben einen coolen Anzug wie Ironman. Was können wir trotzdem tun?

Lukas: Ich zitiere da gerne Onkel Ben aus Spiderman:

„Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“

Ich hab zwar keine Superkraft, aber trotzdem kann jeder Mensch ja was: die eine kann gut organisieren, ein anderer kann gut zuhören oder kennt sich mit Technik aus. Und daraus lässt sich was machen, daraus erwächst Verantwortung. Zum Beispiel in Vereinen oder meiner Nachbarschaft. Ich denke an Allerheiligen also auch an alle kleinen Helden und Heiligen, die sich für ihre Nächsten engagieren.