hr2 MORGENFEIER
hr2
Vogt, Dr. Fabian

Eine Sendung von
Dr. Fabian Vogt,
Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Frankfurt

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Eine fröhliche Frau mit lockigem Haar lehnt aus dem Fenster eines Autos. Sie trägt Sonnenbrillen und hebt die Arme in die Luft, während sie lächelt. Im Hintergrund ist ein blauer Himmel und das Meer sichtbar. Die Szene strahlt Lebensfreude und Freiheit aus.

Feuer und Flamme: Die Kraft der Begeisterung

Ich mag begeisterte Menschen. Einer meiner Freunde ist Fotograf und liebt seine Arbeit total. Der hat eine unglaublich positive Energie und Ausstrahlung, seine Augen leuchten bevor er durch die Linse schaut, und ich spüre: 

Warum begeisterte Menschen so anziehend wirken

Er brennt nicht nur selbst für bestimmte Motive und Aufgaben, seine Begeisterung steckt auch an, sie inspiriert mich. Die Theologin Dorothe Sölle war deshalb überzeugt: „Ohne Begeisterung, ohne Enthusiasmus ist nichts Großes je entstanden.“ [1]  Aber: Stimmt das? Braucht es wirklich immer Begeisterung, damit Großes entsteht? 

Ist Begeisterung wirklich der Schlüssel zum Erfolg

Nun, zumindest sind manche Neurobiologen der Meinung, dass Begeisterung ein entscheidender, ja womöglich der ausschlaggebende Faktor dafür ist, dass wir unser Gehirn zum Lernen aktivieren und uns mental weiterentwickeln. Sprich: Persönlicher Fortschritt gelingt am besten mit Begeisterung. Eine Beobachtung, die der schottische Autor Samuel Smiles mal so umschrieben hat: „Begeisterung ist so kostbar, weil sie der Seele die Kraft gibt, ihre schönsten Anstrengungen zu machen.“ [2] 

Ursprung und Definition von Begeisterung

Aber was ist eigentlich Begeisterung? Ursprünglich wurde die Begeisterung nach dem Heiligen Geist benannt – einer Kraft, die an Pfingsten auf die Jünger Jesu  ausgeschüttet wurde – das war wie ein Brausen vom Himmel und Feuerzungen, heißt es in der Bibel. Vielleicht sagt man deshalb auch: Begeisterte Menschen sind „Feuer und Flamme“. Sie brennen für ihre Sache. Gefällt mir, die Formulierung. Der Duden kommt da deutlich prosaischer daher: Für ihn ist Begeisterung ein „Zustand freudiger Erregung, ein von leidenschaftlicher Anteilnahme getragener Tatendrang; Hochstimmung, Enthusiasmus.“

Wie wirkt Begeisterung im Alltag

Es scheint klar zu sein: Wer begeistert ist von seinen Zielen, also: wer zum Beispiel überzeugt ist, dass es sich lohnt, sich ehrenamtlich zu engagieren oder sich für Klimaschutz einzusetzen, der kennt wenig Langeweile und keinen Stillstand … und der hat auch deutlich weniger Angst, Neues auszuprobieren. Warum? Weil so jemand etwas hat, das ihn antreibt. Menschen verlassen gewohnte Pfade eher, wenn sie wissen, wofür sie das tun.

Die große Frage nach dem Sinn

Ich will dem Phänomen der „Begeisterung“ auf den Grund gehen und mache mich dafür auf die Suche nach der Motivation für unser Handeln: „Warum tun wir das, was wir tun? Was spornt uns an weiterzumachen?“ Denn: Letztlich geht es bei Begeisterung auch um die Fragen nach dem Sinn des Lebens. Klar: Ein Mensch, der weiß, wofür er lebt, ist motivierter und begeisterter. Begeistert von dem, was er ist … und was er tut. Der französische Schriftsteller Nicolas Chamfort meint deshalb: „Die Vernünftigen halten bloß durch. Die Leidenschaftlichen leben!“ [3]

Kann man Begeisterung lernen

Stellt sich die Frage: Kann man Leidenschaft und Begeisterung lernen? Vielleicht ganz neu lernen? Darum geht es heute, am Pfingstmontag, in dieser Morgenfeier. Und wer schon mal für etwas begeistert war, weiß: Begeisterung lohnt sich. Mein Eindruck ist allerdings: Viele Menschen äußern zurzeit allzu gerne laut, was sie alles nicht wollen. Immer weniger Leute erzählen, wofür sie sind. Begeisterung ist da eine großartige Gegenkraft; eine positive Grundeinstellung zum Dasein, die neu Lust macht, zu leben.

Begeisterung als Gipfelerlebnis

Musik 1: Enrique Crespo, Spirit of Brass, Spirit of Brass (German Brass)

Der Dichter Joseph Eichendorff glaubte: „Wo ein Begeisterter steht, da ist der Gipfel der Welt.“ [4] Weil Begeisterte das Gefühl haben: Das, was ich hier mache, ist bedeutend, es ist wichtig und richtig. Kein Wunder: Begeisterung beschreibt einen einzigartigen Zustand freudiger Erregung, der manchmal sogar etwas Rauschhaftes annehmen kann.

Was zeichnet begeisterungsfähige Menschen aus?

Entscheidend ist: Begeisterungsfähige Menschen gehen an ihre Aufgaben mit großer Lust heran. Sie lassen sich mitreißen von neuen Ideen und Projekten. Sie setzen viel Energie ein für ihre Ideale und verlieren auch bei Rückschlägen nicht so schnell den Mut. Und: Sie zeigen oftmals ein Engagement, das weit über das normale Maß hinausgeht. Vielleicht ist das einer der Gründe dafür, dass das Wesen der Begeisterung seit Jahrtausenden beschrieben wird mit spirituellen Begriffen wie Hingabe, Faszination oder Glückseligkeit. Weil Begeisterung Menschen über sich hinauswachsen lässt. Weil verzückte Menschen das Gefühl haben: „Da gibt es etwas Größeres, das mich antreibt.“

Welche sprachlichen Wurzeln gibt es

Die Verbindung zwischen Begeisterung und Glauben wird schon in der Sprache deutlich: Das Wort „Begeisterung“ kommt – wie schon erwähnt ­– aus der Bibel, vom Heiligen Geist. Lateinisch „Spiritus“ – daher stammt die „Inspiration“. Und „Enthusiasmus“ kommt vom Griechischen „en theos“ und bedeutet „in Gott sein“ oder „von Gott erfüllt sein“. So wie „Glauben Berge versetzen kann“ kann auch „Begeisterung Berge versetzen“.

Warum Begeisterung fast göttlich wirkt

Offensichtlich hatten Menschen schon früh den Eindruck: Wer mit großer Hingabe kreativ ist oder sich voller Idealismus für ein Projekt einsetzt, der wirkt wie verwandelt. Der nimmt die Welt anders wahr und verhält sich anders als jemand, der so einen inneren Antrieb nicht hat. So entstand die Idee: Da muss doch ein göttlicher Einfluss dahinterstecken, das kann man nicht rational erklären.

Begeisterung in der Antike

Schon in der Antike gab es deshalb die Vorstellung: Künstler und Seher sind ganz eng verbunden mit Priestern, Geistlichen. Alle drei sind auf unterschiedliche Art ein Sprachrohr und Werkzeug der Götter. Weil das, was sie tun oder sagen, von einem göttlichen Enthusiasmus geprägt ist. Ja, ganz gleich, ob Künstler, Aktivistin oder Fußballmannschaft: Wer Begeisterung lebt, die oder der übertrifft sich manchmal selbst. Auf eine Weise, dass dahinter irgendwie eine himmlische Kraftquelle stecken könnte. So zumindest hat man sich das viele Jahrhunderte lang vorgestellt. Wen so eine himmlische Kraftquelle erfüllt, der hat ein betörendes Erlebnis – eine „Inspiration“. Inspiration stand dafür, dass eine unerklärliche Energie und Kreativität das Leben eines Menschen erfüllt – erst im 17. Jahrhundert hat man dann die passende Übersetzung für das lateinische Wort „Inspiration“ gefunden: „Begeisterung“.

Sind religiöse Menschen automatisch begeistert?

Insofern müssten religiöse Menschen eigentlich per se begeisterte Menschen sein. Schließlich vertrauen die ja auf die Kraft Gottes und wollen an einer besseren Welt mitwirken. Im Glaubensbekenntnis sagen Christinnen und Christen jedenfalls regelmäßig „Ich glaube an den Heiligen Geist“.

Kann Begeisterung problematisch werden?

Aber gelegentlich hat Begeisterung auch etwas Rauschhaftes, ist unkontrollierbar und revolluzerhaft. Genau das ist manchen Menschen suspekt – und passt für sie nicht zur Kirche. Schade eigentlich. Denn möglicherweise ist die innigliche Hingabe das, was die frühen Christinnen und Christen attraktiv gemacht hat. Oder wie es der Kirchenvater Augustinus einmal umschrieb: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“

Wie Begeisterung biblisch erzählt wird

Musik 2: Gerhard Winkler, Neapolitanisches Ständchen, Die leichte Muse und die Königin der Instrumente (Ursula Hauser)

Was wir unter Begeisterung verstehen, geht im wesentlich zurück auf eine Geschichte aus der Bibel: Sie passiert, nachdem der auferstandene Jesus in den Himmel entrückt wurde. Und sie zeigt sehr anschaulich, wie Begeisterung die Lebenseinstellung von Menschen verändern kann.

Verunsicherung der Jünger

Die Jüngerschar sitzt zu Beginn der Ereignisse gemeinsam in einem Haus. Sie ist ratlos und verunsichert. Kein Wunder: Jesus, der die Gruppe aufgebaut und lange Zeit angeleitet hat, fehlt: Er wurde er als vermeintlicher Verbrecher hingerichtet, tauchte dann überraschenderweise wieder auf – als Auferstandener – nur, um sich anschließend endgültig zu verabschieden und in den Himmel zu fahren. Nun bleiben die Jünger wirklich allein zurück. Sie fragen sich: „Wie soll es denn jetzt eigentlich weitergehen?“

Was Begeisterung in Bewegung bringt

In dieser bedrückten Situation passieren gleich mehrere skurrile Dinge: Zuerst  weht ein stürmischer Wind durchs Haus. Ein Sturm, stark und rauschend, der das ganze Haus erfüllt. Was für ein mitreißendes Symbol! Das erste Kennzeichen von Begeisterung ist „Da weht ein frischer Wind.“ Das war schon damals ein Sinnbild für einen grundlegenden Stimmungswechsel, einen Aufbruch, einen Neuanfang.

Wie Begeisterung innerlich brennt

Plötzlich tauchen dann mitten im Raum kleine züngelnde Flammen auf. Nach und nach lassen sie sich auf die Köpfe der Anwesenden nieder. Eigentlich ziemlich unheimlich. Aber ebenfalls ein starkes Zeichen für Begeisterung: Wenn wir mit Feuereifer ans Werk gehen, vor Begeisterung glühen oder ganz heiß sind auf etwas sind, dann ahnen wir:  Da lodert es in uns und treibt uns an. Das fühlt sich an wie die Energie eines großen Feuers. Eine Energie, die glüht und prasselt.

Neue Fähigkeiten durch Begeisterung

Und noch etwas Drittes passiert der Pfingstgemeinschaft: Die versammelten Frauen und Männer fangen plötzlich an, in fremden Sprachen zu reden. Sprachen, die sie vorher gar nicht kannten. Man mag das für einen märchenhaften Zug dieser Geschichte halten, aber sie macht eines deutlich: Wer begeistert ist, dem gelingen bisweilen Dinge, die ihm vorher nicht gelungen sind. Weil innere Motivation ungeahnte Kräfte freisetzt. Und verborgene Begabungen.

Bilder der Begeisterung

All das – der frische Wind, das innere Feuer und die Energie, Dinge zu wagen, die man sich vorher nicht zugetraut hat … all das sind bis heute Bilder, die helfen, zu verstehen, was mit Begeisterung gemeint ist. Und für diejenigen, die die Pfingst-Geschichte damals aufgeschrieben haben, war klar: Dieser verblüffende Lebensmut, die mitreißende Kraft, die Menschen voranbringt, ist eine Ausdrucksform Gottes, eben der Heilige Geist – das, was Menschen bekommen, wenn sie einen starken Glauben entwickeln.

Die Geburtsstunde der Kirche: Was Begeisterung bewirken kann:

Kurz vorher haben die Jünger noch bedrückt und ängstlich zusammengesessen. Nun sind sie regelrecht begeistert nach dem Pfingsterlebnis. Unbeschwert und fröhlich strömen sie nach draußen, um dort allen zu erzählen, was ihnen Großartiges widerfahren ist. Dieser Moment gilt bis heute als Geburtsstunde der Kirche. Menschen, die von der Schönheit des Glaubens schwärmen, weil sie selbst davon ergriffen sind: Das ist Kirche!

Begeisterung wiederentdecken: Ist sie in uns angelegt:

Musik 3: Joh. Seb. Bach, Lobe den Herren, Bach Cantatas Vol. 51 (Bach Collegium Japan / Masaaki Suzuki)

Der Autor André Stern hat ein Buch über die Begeisterung geschrieben. Er ist der Überzeugung: „Begeisterung ist angeboren, sie muss weder trainiert noch entwickelt werden, sie ist wie ein innerer See. Doch ist sie meistens überdeckt von Wolken und Vorhängen, die es zu entfernen genügen würde.“ [5] Eine schöne Vorstellung: Eigentlich steckt Begeisterung in jeder und jedem von uns; und wenn sie verschüttet ist, können wir sie wieder freilegen. Und das lohnt sich allemal. Denn die Leistungen, zu denen begeisterte Menschen angespornt werden, sind faszinierend. Also: Wie kann man sich neu begeistern?

Wie finde ich heraus, was mir wichtig ist?

Ratgeber, die sich mit dieser Frage beschäftigen, empfehlen vor allem Folgendes: Wer leidenschaftlicher leben will, sollte sich zuallererst auf das konzentrieren, was positiv ist in seinem Leben. Auf die Dinge, die richtig Freude bereiten und wirklich wichtig sind. Und schon dieser Prozess ist ungemein inspirierend – sich fragen: Was ist mir eigentlich wichtig im Leben? Welche Werte und Ideale bedeuten mir so viel, dass ich bereit bin, mich dafür einzusetzen? Was glaube ich: Wofür lohnt es sich zu leben?

Wie verlasse ich meine Komfortzone?

Wer das für sich geklärt hat, braucht Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen und unbekannte Dinge ausprobieren. Also: etwas wagen, das man bislang noch nicht gewagt hat. Oder die Dinge, die man bislang getan hat, einfach mal anders machen … motivierter, kreativer oder zielgerichteter. Denn wer erkannt hat, was ihm wirklich wichtig ist, der entwickelt auch leichter persönliche Ziele, mit denen er seine Werte in der Welt voranbringen kann.

Warum andere Menschen wichtig sind

Und es lohnt sich, Menschen zu suchen, die einen inspirieren, weil sie ähnliche Ziele anstreben wie ich und mir zeigen, wie es gelingen kann, zusammen mit anderen in dieser Welt einen Unterschied zu machen. Denn auch das ist ein Kennzeichen von echter Begeisterung: Sie wird nicht von egoistischen Motiven getrieben, sondern von dem Wunsch, diese Welt für alle besser zu machen … heiler, fröhlicher, stärker und friedlicher … und von der Überzeugung: Ja, so eine Veränderung ist möglich. So passiert es auch in der biblischen Überlieferung. Die Begeisterung, also das „Erfüllt-Sein vom Heiligen Geist“ führt dazu führt, dass Menschen sich für andere einsetzen.

Begeisterung als kollektive Kraft

Musik 4: Rupert Ignaz, Mayr Gigue aus: Das Pythagorische Schmids Fünklein, Das Pytagorische (L’Arpa Festante)
Schmidsfünklein

Für den Philosophen Christoph Quarch ist Begeisterung „gesteigerte Lebendigkeit“. Ein Lebensgefühl, das immer damit verbunden ist, dass Menschen sich als Teil von etwas Größerem empfinden – und dass sie ein Ziel vor Augen haben, das wichtiger ist als sie selbst. Deshalb ist Begeisterung für ihn ein Gruppenphänomen. Er sagt: „Begeisterung ist immer kollektiv, man ist nie allein begeistert.“ [6]

Positive Wirkung der Begeisterung

Genau dieses Verbunden-Fühlen mit anderen und mit einem großen Ganzen zeigt, warum Begeisterung für viele ein spirituelles Phänomen ist: Menschen glauben an etwas – und verbinden sich mit Gleichgesinnten, um mit diesem Glauben die Welt zu verändern. Ihre Hingabe wird für sie zu einem mitreißenden Antrieb, der Motivation, Freude und Kraft in ihr Leben bringt. Und nicht nur das: Begeisterung wirkt wie ein natürlicher Glücksbringer, der die Gesundheit fördert, Stress reduziert und hilft, Hindernisse zu überwinden. Zum Beispiel, weil ich bereit bin, für ein lohnenswertes Ziel etwas zu wagen, dass ich mich sonst nicht getraut hätte.

Wo Vorsicht geboten ist

Aber wie schon angedeutet: Begeisterung kann auch ihre Schattenseiten haben. Sie kann zu Selbstausbeutung führen, zu Kontrollverlust oder zum Nachlassen des Urteilsvermögens. Immer wieder hört man von ekstatischen Gruppierungen, die alle geregelten Bahnen hinter sich lassen wollen.

Wie Begeisterung missbraucht wurde

Und ich denke auch an die NS-Zeit. Damals gelang es geschickten Demagogen, die Begeisterungsfähigkeit der Massen auszunutzen und Menschen eiskalt für ihre Zwecke zu manipulieren. Eine gesunde Skepsis gegenüber ungebremster Begeisterung ist also angebracht. Nur sollte man deshalb nicht das Kind mit dem Bade ausschütten: Begeisterung vermeiden, nur weil sie von Fanatikern missbraucht wurde, kann nicht die Lösung sein.

Begeisterung und Verantwortung: Was die Bibel dazu sagt

Vielleicht heißt es deshalb in der Bibel: „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen“ – was ja auch eine poetische Umschreibung für Begeisterung ist. Aber der Vers geht noch weiter: „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen – aber macht es für Gott, nicht für Menschen.“ (Kol 3,23) Das Neue Testament, in dem die Begeisterung als geistliches Phänomen erstmals beschrieben wird, weist also selbst schon darauf hin, dass es verschiedene Formen der Begeisterung gibt. Solche, in denen Menschen ihre persönlichen Interessen durchsetzen wollen – und solche, in denen es um die Verbundenheit mit höheren Werten, in diesem Fall sogar mit „göttlichen“ Werten geht.

Warum unserer Gesellschaft Begeisterung guttut

Es könnte sein, dass es der Gesellschaft, den Kirchen und uns selbst guttäte, mal wieder ein bisschen begeisterter zu sein. Ich jedenfalls liebe begeisterte Menschen!

Musik 5: Lutz Kohler, New Rag, Entmilitarisierte Zone (hr-Brass Lutz Kohler)


[1] U.a. Siegfried Eckert „Von der Kraft, die alles möglich macht“, Gütersloh 2024, S. 7
[2] https://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Begeisterung&f_autor=3493_Samuel+Smiles&f_klassiker=1&seite=1
[3] https://www-backend.fh-muenster.de/ciw/downloads-ciw/personenprofile/juestel/science-and-fun/Zitate.pdf
[4] In: Ahnung und Gegenwart. Nürnberg 1815, S. 280
[5] Begeisterung: Die Energie der Kindheit wiederfinden. (Klappentext) München 2019
[6] Interview im Deutschlandfunk vom 30.11.2022: https://www.deutschlandfunkkultur.de/quarch-philosophie-der-begeisterung-wenn-die-welt-fuer-uns-sinn-ergibt-100.html