hr2 MORGENFEIER
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Krebs, Stephan

Eine Sendung von

Evangelischer Pfarrer, Langen

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Eine Hand hält einen 20-Euro-Schein, während eine Geldbörse geöffnet ist und mehrere weitere Geldscheine sichtbar sind. Die Hand zeigt, dass der Schein entnommen wird, was auf eine finanzielle Transaktion hinweist.

Eine Sache des Vertrauens - über das Geld und den Glauben

Im Supermarkt will ich bezahlen. Aus meinem Geldbeutel ziehe ich einen 20-Euro-Schein. Er fühlt sich weich an: verblichen und verknittert. Offensichtlich ist er schon lange im Umlauf. 

Warum bleibt ein 20-Euro-Schein gleich viel wert?

Viele Finger haben ihn erhalten und wieder weggegeben. Trotz seiner deutlichen Gebrauchsspuren ist der Schein immer noch genauso viel wert wie am ersten Tag. Abzüglich der Inflation natürlich. Eigenartig: Andere Gegenstände verlieren mit der Zeit an Wert. Geldscheine und Münzen nicht. Sie kosten immer genau so viel wie draufsteht. Manche gewinnen sogar an Wert, wenn sie für Sammler interessant werden.

Was macht Geld wertvoll?

Was macht den Wert des Geldes aus? Welchen Einfluss hat das Geld: auf den Alltag, auf das Leben und auch auf den Glauben? Ein heikles Thema. Der Volksmund warnt: „Über Geld spricht man nicht. Geld hat man.“ Doch das stimmt nicht so ganz, meine ich, und deshalb spreche ich heute Morgen über Geld. Und was das mit dem Glauben zu tun hat.

Musik 1: Igor Stravinsky, Appolon Musagète Var. Of Terpsichore, 20th Century Classics [Disc 1] (Neville Marriner: Academy Of St. Martin In The Fields)

Über Geld reden: Tabu, Macht und Ungleichheit

Über Geld spricht man nicht. Geld hat man. Das stimmt nicht so ganz - sogar zweifach nicht. Denn über Geld wird ständig gesprochen. Zum Beispiel im Supermarkt: über die steigenden Preise. Und in der Politik, weil auch dort alles etwas kostet. Auch in der Bibel spielt das Geld eine Rolle. Außerdem: Längst nicht alle Menschen haben Geld. Viele leben in sehr bescheidenen, teils sogar prekären Verhältnissen. Das belastet die Betroffenen sehr.[1]

Warum reden wir so ungern über Geld?

„Über Geld spricht man nicht. Geld hat man.“ Dieser Spruch hat jedoch auch eine wahre Seite – und zwar, wenn es nicht um irgendwelche Kosten geht, sondern um das persönliche Einkommen. Darüber liegt in Deutschland tatsächlich ein Tabu. Was man hat und was man verdient – darüber wird hier nicht gerne gesprochen. Das Stillschweigen darüber steht sogar in vielen Arbeitsverträgen.

Wenn Geld das Selbstbild prägt

Beim Thema Geld empfinden viele eine Scham. Da sind diejenigen, die wenig Geld haben. Viele von ihnen schämen sich ihrer Armut und wollen sie gerne verbergen. Doch Scham gibt es auch bei manchen, die sehr viel Geld haben. Sie wissen insgeheim, dass es zu viel ist. Dafür möchten sie nicht öffentlich angeprangert werden. Oft kommt noch die Sorge hinzu, jemand könnte ihnen etwas wegnehmen. Oder jemand erwartet, dass sie damit helfen, dieses oder jenes zu finanzieren. Deshalb: lieber schweigen.

Neiddebatte oder soziale Gerechtigkeit?

Manchmal wird dennoch über die ungleiche Verteilung des Geldes gesprochen. Dann ist schnell ein böses Wort zur Stelle: Neid-Debatte. Mit diesem Wort kann man das Thema umgehend beenden, denn niemand möchte neidisch erscheinen. Mich ärgert das. Denn meistens geht es dabei gar nicht um Neid. Sondern es geht um den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft. Die Gesellschaft gerät zunehmend unter Druck, denn die Zahl der Armen steigt. Und gleichzeitig steigt auch der Reichtum bei vielen, die schon sehr viel haben.[2] Dieses Thema sollte nicht zum Schweigen gebracht werden. Denn darauf braucht die Gesellschaft eine Antwort. Ich finde es dabei in Ordnung, dass es Unterschiede gibt. Aber mich interessiert, wie wir sicherstellen, dass möglichst alle genug Geld zum Leben haben.​

Geld in Beziehungen: Freundschaften, Familien, Spannungen

Geld spielt nahezu überall eine Rolle - auch im persönlichen Bereich. Freundschaften gibt es nur selten über große Einkommensunterschiede hinweg. Auch viele Familien tun sich schwer damit, wenn ein Teil der Verwandtschaft sehr wohlhabend ist und andere nicht.

Wo wird es gefährlich?

Geld ist wichtig. Bei manchen beherrscht es das Denken oder sogar das gesamte Leben. Dann läuft etwas schief. Passieren kann das überall – bei denen, die sehr viel Geld haben, und bei denen, die sehr wenig haben. Hat Geld auch etwas mit dem Glauben zu tun? Auf den ersten Blick scheint das nicht so zu sein. Geld und Glaube sind in der Tat ganz verschieden. Aber wir werden sehen: Es gibt doch etwas, das sie gemeinsam haben.

Musik 2: Igor Stravinsky, Arioso, Stravinsky (English Chamber Orchestra Sir Collin Davis)

Geld ist sehr praktisch. Damit lässt sich das Leben einfach organisieren. Im Alltag fragt daher kaum jemand: Ist das Geld überhaupt sein Geld wert? In biblischer Zeit war das noch einfach. Wenn die Bibel von „Silberlingen“ spricht, dann sind das Münzen aus Silber. Deren Wert entspricht genau dem Gewicht ihres Materials.

Inflation, Herrscher und der Wert der Münze

Doch schon damals ließen findige Herrscher von den Silbermünzen etwas abkratzen. So sank der Materialwert der Münze, ihr Kaufwert blieb jedoch gleich. Die Differenz floss in die Kassen der Herrscher. Bis der Schwindel aufflog. Dann sank der Wert der Münze – Inflation.

Den Wertmünzen folgten die Geldscheine. Die waren noch praktischer, denn mit ihnen ließen sich große Geldsummen gut transportieren. Aber die Scheine selbst waren ihr Geld natürlich nicht wert. Dafür hinterlegten die Herrscher andere Werte. Mit der Zeit wurde das Geld immer abstrakter. Heute sind in Deutschland weniger als 20 Prozent der gesamten Geldmenge überhaupt noch als Bargeld in Form von Scheinen und Münzen verfügbar.[3] Jedoch sind davon nur gut zehn Prozent wirklich im Umlauf. Der große Rest des Bargelds wird als Rücklage irgendwo gehortet.​

Digitales Geld und Vertrauen – wie viel gibt es eigentlich?

Der größte Teil des gesamten Geldes ist nur noch eine Idee, eine Zahl, ein digitales Datenpaket. Und niemand weiß so ganz genau, wieviel Geld es eigentlich gibt. Denn jeden Tag entsteht irgendwo neues Geld - zum Beispiel, wenn eine Bank einen Kredit vergibt. Deshalb steht hinter dem heutigen Geld eigentlich nur noch ein einziger Wert: das Vertrauen derer, die es benutzen, in die, die es herausgeben. Das sind die Staaten und ihre Zentralbanken, beziehungsweise in der EU die Europäische Zentralbank. Bröckelt das Vertrauen in sie, bricht das Geld innerhalb kürzester Zeit zusammen. Deshalb schauen in diesen Wochen viele so gespannt in die USA. Dort tritt im Mai ein neuer Chef an die Spitze der Notenbank. Kann er sich das nötige Vertrauen verdienen? Wenn nicht, gerät der Dollar als internationale Leitwährung ins Trudeln. Und mit ihr der Weltmarkt des Geldes.

Was kann Geld nicht? Umwelt, Pflege und Beziehung

In unserer Marktwirtschaft wird nahezu jede Tätigkeit und jedes Produkt mit einem Preis versehen. So kann man ihren Wert gut vergleichen. Aber das hat auch seine Schattenseiten. Denn manches lässt sich nur schwer mit Geld bewerten. Zum Beispiel die Umwelt. Denn sie kann keine Rechnungen stellen. Nur Abrechnungen in Form von Katastrophen. Vieles gibt die Natur einfach unentgeltlich her. Deshalb gehen nicht wenige davon aus: Die Natur stünde kostenlos zur Verfügung. Und Raubbau an der Natur bliebe folgenlos. Ein Irrtum, der absehbar teuer zu stehen kommen wird. Auch finanziell.

Zweite Währung für Fürsorge und Verantwortung?

An seine Grenzen stößt das Geld auch bei denen, die sich um andere persönlich kümmern: um Kranke, Kleinkinder und Hochbetagte. Vielfach geschieht das zuhause aus Liebe, aus Fürsorge, aus Verantwortung. Der Wert von alldem lässt sich mit Geld nicht angemessen darstellen. Für diese Bereiche würde eine zweite Währung gebraucht. Sie müsste Werte darstellen für saubere Luft und lebendige Meere, für Verantwortung und Fürsorge sowie für manches mehr. Leider gibt es eine solche Währung nicht. Das macht die Gesellschaft ärmer.

Sinn des Lebens: Macht Geld glücklich?

Und wie steht es beim Sinn des Lebens? Nicht wenige verknüpfen auch ihn mit Geld. Sie denken: „Je mehr Geld ich habe, desto erfolgreicher bin ich, desto sinnvoller ist mein Leben.“ Viel Geld, viel Sinn - dieses Motto hat noch eine Variante. Sie ist kostspielig und heißt: Kaufrausch. Manche spüren sich erst so richtig, wenn sie Geld ausgeben. Beide Varianten haben einen entscheidenden Nachteil: Es gibt dabei kein Genug. Nach dem Gewinn und nach dem Kauf muss sofort der nächste kommen. Die Bibel beschreibt das mit einem lapidaren Satz: „Wer Geld liebt, wird vom Geld niemals satt.“​ (Prediger 5,9)

Musik 3: Florian Ross, Piano Interlude, Suite for Sopran-Sax and String Orchestra (Florian Ross)

Ein Sprichwort sagt: „Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt.“ Klar: Eine schöne Rücklage trägt zur Absicherung des Lebens bei. Aber reicht das? Darauf antwortet die Bibel mit einer eindrücklichen Geschichte. (Lukas 12, 16ff) Sie steht im Lukasevangelium und handelt von einem Unternehmer - ein Landwirt -, der sehr erfolgreich ist. Er hat gut investiert, gut gearbeitet, das Wetter und die Natur waren ihm wohlgesonnen. Er hat gute Ernten und große Gewinne eingefahren. Die hortet er und denkt zufrieden: „Ausgesorgt. Nun kann ich mein Leben unbeschwert genießen.“ Doch darin irrt er sich. Von seinem Reichtum hat er nichts, denn in der Nacht holt ihn der Tod. Vor dem steht der erfolgreiche Mann mit leeren Händen.​

Was ist wahres Leben: jetzt genießen oder später?

Auf den ersten Blick bietet die Geschichte eine sehr moderne Botschaft: „Warte nicht ab mit dem wahren Leben. Es könnte schneller zu spät sein, als du denkst!“ Das ist eine wichtige Warnung - zum Beispiel für Broker, die rund um die Uhr an den Börsendaten hängen, um ja keinen Trend zu verpassen. Oder für Berufstätige, die nur ranklotzen, weil sie später einmal auf den Malediven ihren Ruhestand genießen wollen. Oder für Eltern, die sich für ihre Kinder rund um die Uhr komplett aufopfern.

Reich bei Gott: was meint die Bibel damit?

Doch kehren wir noch einmal zurück zu dem Landwirt in der Bibel. Ich finde: Der hat einiges richtig gemacht. Er hat gut gewirtschaftet. Nach seinem Erfolg war er nicht gierig nach immer mehr. Vielmehr war er mit seinem Gewinn zufrieden. Dieses Genug-Haben gefällt mir.
Der Evangelist Lukas will mit dieser biblischen Geschichte jedoch noch mehr sagen. Das zeigt sein Schluss-Satz. Der lautet: „So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.“ Lukas stellt also die Frage nach Gott. Dabei macht er deutlich: Der Mann hat nur auf seine eigene Kraft gesetzt. Und nur auf sich geschaut. Dabei hat er Wichtiges übersehen. Er hat nicht im Blick, was seine Mitmenschen brauchen. Auch den tieferen Sinn seines Lebens hat er außer Acht gelassen. Kurzum: Er hat nicht mit Gott gerechnet. Deshalb ist er eine tragische Figur. Sein Schicksal mahnt: Setze dein Vertrauen nicht nur auf das Geld! Sondern setze auch und noch viel mehr auf die große Kraft, die hinter allem und über allem steht. Denn die hat den längeren Atem und den längeren Arm. Ist die Bibel also skeptisch gegenüber dem Geld? Nicht unbedingt. Jesus kann damit sogar sehr genussvoll umgehen.

Darf Glaube auch genießen?

Einmal ist er bei Bekannten zu Gast. (Johannes 12,1-8) Da kommt eine Frau auf Jesus zu. Sie öffnet eine Flasche mit sündhaft teurem Öl und salbt damit seine Füße, massiert seine trockene Haut. Dagegen meutert ein Jünger. Er argumentiert: „Das Öl hätte man für eine Menge Geld verkaufen können. Mit dem Erlös hätten wir vielen Armen helfen können.“ Jesus wehrt das ab. Ihm tut das Öl jetzt gut. Er ist auf einem schweren Weg. Da darf das Öl auch mal etwas kosten. In dieser Geschichte zeigt Jesus: Er kann auch genießen, wenn ihm jemand etwas Gutes tut und das etwas kostet. Doch er hängt sein Herz nicht an den Genuss oder an das Geld. Er ist frei vom Geld und damit auch frei zum Geld.​ Dazu gehört auch ein feines Gespür, wo diese Freiheit fehlt, wo sich das Geld vor den Glauben stellt. Dann kann Jesus richtig rabiat werden.

Musik 4: Igor Stravinsky, aus: Danses conertantes Marche - Introduktion, Stravinsky (English Chamber Orchestra Sir Collin Davis)

Jesus hat ein kritisches Auge auf das Geld und dessen Macht. Das zeigt er in Jerusalem bei einem Besuch im Tempel. Der Tempel ist damals das zentrale jüdische Heiligtum. Dorthin kommen Gläubige von überall. Am Tempel stoßen sie auf ein reges Treiben von Verkaufsständen und Wechselstuben. (Matthäus 21,12-17, auch alle anderen Evangelien) Jesus ist darüber entsetzt, denn die aufdringliche Geschäftigkeit beschädigt die Spiritualität dieses heiligen Ortes. Das Geld verdrängt den Glauben.​

Das macht Jesus zornig. Er stürzt die Tische der Händler und Geldwechsler um. Unzählige Geldmünzen rollen am Boden durcheinander. Seinen Zorn begründet Jesus an anderer Stelle so: „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen, und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt aber Schätze im Himmel. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz…Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Geld.“​ (Matthäus 6,19-24)

„In God we trust“: Geld, Macht und Vertrauen

Eine ernste Mahnung, eine klare Priorität. Sie klingt bis heute nach und reicht bis in die USA hinein. Die amerikanischen Geld-Gestalter hatten diese Mahnung wohl vor Augen, denn sie schrieben auf die Dollarscheine: „In God we trust“ – auf Gott vertrauen wir. Ausgerechnet in den USA, dem Land des Big Business, erinnert also das Geld daran, auf Gott zu vertrauen. Und sich nicht vom Geld beherrschen zu lassen.

Wie kann man Geld und Glauben gut verbinden?

Doch genug der Mahnung. Ich möchte positiv fragen: Wie kann man auf gute Weise Geld und Glauben zusammenbringen? Jesus macht es vor. Er interessiert sich mehr für die Menschen als für das Geld. Für ihn bedeutet Geld nicht Status, nicht Erfolg, nicht Sinn. Für ihn ist Geld ein alltägliches Mittel zum Zweck. Praktisch - mehr nicht. Anders der Glaube. Er führt zum Sinn des Lebens. Dem Geld muss man vertrauen, weil es nur so im Alltag funktionieren kann. Anders beim Glauben: Gott will man vertrauen, denn Gott schenkt Liebe, Geborgenheit und Hoffnung.

Was verändert sich, wenn ich Gott mehr vertraue als dem Geld?

Was passiert mit mir, wenn ich mein Vertrauen in Gott setze? Dann sehe ich die Welt mit anderen Augen an. Dann versuche ich meine Mitmenschen mit den Augen von Jesus zu sehen. Er sah sie mit Respekt, Nächstenliebe und Mitgefühl. Etwas davon prägt dann auch mein Sehen und Handeln als Glaubender. Das macht glücklich, es führt zu Gott, zu einem erfüllten Leben.

Wenn ich mich Gott anvertraue, benötige ich immer noch Geld. Schon alleine für den alltäglichen Gebrauch. Möglichst auch so viel davon, dass ich mir keine finanziellen Sorgen machen muss. Aber für alles darüber hinaus gilt die Frage: Brauchst du das wirklich oder ist es Überfluss? Wenn es Überfluss ist: Kannst du ihn mit anderen teilen? Kannst du damit Gutes tun? Für andere und mit anderen, Gutes für die Gesellschaft?

Unvergängliche Schätze: Geldbeutel, die nie alt werden

Denn die immateriellen Schätze sind viel wichtiger als die in den Bank-Depots. Für einen solchen Umgang mit Geld gibt Jesus ein prägnantes Bild an die Hand. Er sagt:) „Macht euch Geldbeutel, die sich niemals abnutzen, einen Schatz, der niemals abnimmt, im Himmel. Denn wo euer Schatz ist, da wird euer Herz sein.“​

Schlussmusik: Igor Stravinsky, aus Sinfonie Es-Dur, Satz 2. Scherzo, Jurowski conducts Stravinsky Vol. 1 (London Philharmonic Orchestra Vladimir Jurowski)


[1] https://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/SharedDocs/Downloads/Berichte/siebter-armuts-und-reichtumsbericht.pdf?__blob=publicationFile&v=1
[2] https://www.oxfam.de/themen/soziale-ungleichheit
[3] https://www.bundesbank.de/resource/blob/670998/f65dd4ec16ad6466f6def668c025d65b/472B63F073F071307366337C94F8C870/zahlen-und-fakten-data.pdf