Morgenmoment
Ich liebe diesen Moment früh am Morgen: Diesen Moment, wenn die Stadt noch schläft.
Der Zauber des frühen Morgens: Wenn die Stadt noch schläft
Ich stehe auf, koche mir einen Kaffee und für einen Augenblick ist noch alles still. Kein Telefon klingelt. Keine Nachrichten ploppen auf dem Handy auf. Draußen ist die Luft noch kühl und die Sonne taucht langsam hinter den Häusern. Auf der Straße ist noch kaum jemand unterwegs.
Die Stadt erwacht: Geräusche, die den Tag beginnen lassen
Und dann wacht sie langsam auf, die Stadt. Erst piepst irgendwo ein einzelner Vogel. Dann antworten andere. Nach und nach wird daraus ein ganzes Konzert. Vereinzelt brummt ein Auto durch die Straßen. Eine Straßenbahn rappelt vorbei. Irgendwo wird ein Rollladen hochgezogen. Die ersten Menschen treten aus den Häusern, brechen auf in einen neuen Tag.
Warum sich der Morgen wie ein Neuanfang anfühlt
Ich mag diesen Moment. Weil am Morgen noch vieles offen ist. Ich selbst lege mich oft schnell fest, schaue auf das, was gestern war, auf alles, was nicht gelungen ist oder, was ich noch schaffen muss. Aber morgens, wenn die Stadt langsam wach wird, fühlt sich für einen Augenblick noch nichts endgültig an. Der Tag hat noch nicht gezeigt, was er bringen wird. Er liegt noch vor mir: neu und offen. Als wäre mit einem Mal wieder alles möglich.
„Gottes Barmherzigkeit ist jeden Morgen neu“ – Hoffnung für jeden Tag
„Gottes Barmherzigkeit ist jeden Morgen neu.“ (Klagelieder 3,22f.) Diese Zusage kommt mir oft morgens in den Sinn. Und vermutlich berührt mich deshalb dieser Morgenmoment so sehr. Das heißt nicht, dass jeder Morgen leicht ist. Oder dass alles, was gestern schwer war, plötzlich verschwunden ist. Aber es heißt für mich: Ich bin nicht festgelegt auf gestern. Nicht auf meine Fehler. Nicht auf das, was andere von mir erwarten oder ich mir selbst heute nicht zutraue. Gott fängt jeden Tag neu mit mir an. Und so ist auch für mich jeder Morgen ein kleiner Neuanfang.
Dankbarkeit am Morgen: Wie neue Chancen wachsen können
Auch wenn ich morgens oft noch müde bin, bin ich dankbar für diesen Moment. Er erinnert mich daran: Nicht alles ist schon entschieden. Neues kann wachsen. Jeden Morgen wieder.