„Gott schuf den Esel und gab ihm ein dickes Fell“
„Selbst Einstein hatte nur ne vier in Mathe und war später mal total genial“ – so heißt es in einem Lied. Das sang meine Tochter öfter bei ihren Mathehausaufgaben. Und wahrscheinlich ist es auch geschrieben worden für all die vielen Schülerinnen und Schüler, die mit Mathe wenig anfangen können.
Was sagt eine Schulnote wirklich aus?
Ob es so ganz stimmt? Einstein war ja in der Schweiz in der Schule. Und da gehen die Noten genau andersherum als in Deutschland. Einstein fällt jedenfalls in der Schule hauptsächlich durch Disziplinlosigkeit auf. Ein guter Schüler ist er nicht, das Gymnasium in München muss er vor dem Abitur verlassen, das Polytechnikum in Zürich akzeptiert ihn erst nach einigen Umwegen, und im Anschluss an das Studium ist an eine akademische Laufbahn zunächst nicht zu denken. Doch dann veröffentlicht er 1905 seinen Aufsatz über die Relativitätstheorie. Die hat nicht nur die Physik umgekrempelt, sondern auch andere Wissenschaften massiv beeinflusst. Und 1921 wurde er dann sogar Nobelpreisträger!
Nicht jede schlechte Note entscheidet über das Leben
Eine sehr tröstliche Geschichte, so finde ich. Und das auch gerade für alle die vielen Kinder und Jugendlichen, die in der nächsten Woche wieder ihren Schulalltag starten müssen. Und für alle, die sie begleiten: Eltern, Großeltern, Nachbarn und Freunde. Natürlich wird nicht aus jedem Schulversager ein Genie. Trotzdem muss nicht jede Niederlage, jeder Misserfolg, jedes Versagen gleich eine ganze Existenz in Frage stellen. Das gilt auch für Erwachsene.
Auch schwierige Anfänge können gut ausgehen
"Gott schuf den Esel und gab ihm ein dickes Fell" - mit diesem Spruch soll sich Einstein nach beruflichen Niederlagen immer wieder getröstet haben. Auch wenn ich kein so dickes Fell habe: Einstein ist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass auch aus schwierigen Anfängen ein gelungenes Projekt werden kann. In diesem Sinn: Allen einen guten Schulanfang nächste Woche!