Schneeberge versetzen
Skisprung-Weltcup in Willingen – 40.000 Fans werden an diesem Wochenende erwartet. Doch bis zur letzten Minute war unklar, ob die Zuschauer überhaupt Platz finden. Pfarrerin Pia Baumann aus Frankfurt über ein Schneeproblem und die 'Free Willis', die freiwilligen Helfer aus Willingen.
Skisprung-Weltcup in Willingen
Im nordhessischen Willingen gibt’s dieses Wochenende optimale Wintersport-Verhältnisse. Es liegt Schnee ohne Ende. Das ist gut für Skifahrer, Rodler und natürlich für den Weltcup auf der Mühlenkopfschanze. Ein Weltklasse-Event mit legendärer Stimmung und internationalen Stars.
Schnee bremst Vorbereitungen
Doch dass alles klappt, war lange nicht klar. Die Vorbereitungen haben bis zur letzten Minute jede Menge Muskelkraft gekostet. Die Zuschauertribünen lagen unter einer dichten Schneedecke. Und die musste weg. Der Präsident des Willinger Skiclubs Jürgen Hensel sagte: "Wir brauchen jede helfende Hand“ und bat in hr1 um Unterstützung.
Die „Free Willis“ helfen
Tausende Menschen kamen und griffen zur Schaufel. Sie nennen sich "Free Willies" - freiwillige Helfer für Willingen. Man erkennt sie an ihren orangefarbenen Jacken. Auch der frühere Skispringer Stephan Leyhe trägt so eine Jacke. Vor ein paar Jahren stand er in Willingen noch selber auf dem Siegertreppchen, diesmal hat er mitgeschippt wie die anderen auch.
Einsatz unter Flutlicht
Unter Flutlicht, zwei Wochen lang, Abend für Abend. Es gab Tage, da lagen 40 Zentimeter Schnee auf den Rängen. Das muss man sich mal vorstellen. Ich komme ja schon bei 5 Zentimetern auf dem Gehweg ins Schwitzen.
Glaube versetzt Berge
Heute fliegen die Skispringer die Mühlenkopfschanze wieder. Die Fans werden feiern und jubeln. Ich gucke am Fernseher zu und halte Ausschau nach den Free Willis. Für mich sind sie die heimlichen Stars. Sie haben gezeigt, und das merke ich mir: Wenn alle mit anpacken, daran glauben, dass sie es schaffen, dann lassen sich selbst Schneeberge versetzen. Matthäusevangelium 17.20