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Wie man seine Dämonen loswird – „Maria Magdalena“ läuft im Kino
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Wie man seine Dämonen loswird – „Maria Magdalena“ läuft im Kino

Martin Vorländer
Ein Beitrag von

Martin Vorländer,

Evangelischer Pfarrer und Theologischer Redakteur im Medienhaus Frankfurt

„Du bringst Schande über die ganze Familie“, sagt ihr Vater. „Du hast etwas Unnatürliches in dir. Einen Dämon.“ Das hat die junge Frau so oft gehört, dass sie selbst daran glaubt. Bis sie einen Menschen trifft, der zu ihr sagt: „Hier sind keine Dämonen.“ Der Mensch heißt Jesus und die Frau Maria Magdalena. Nach ihr ist der Film benannt, der seit Donnerstag im Kino läuft. Joaquin Phoenix spielt Jesus und Rooney Mara die Maria Magdalena.
Der Film erzählt ihre unerzählte Geschichte. Jesus zeigt Maria Magdalena: „Hier sind keine Dämonen. Du bist nicht verrückt.“ Sie zieht als Frau mit der Männergruppe um Jesus durchs Land. Vielen Männern, auch dem Ober-Jünger Petrus, passt das nicht. Auch einige Frauen schauen kritisch und drehen sich weg, wenn Maria Magdalena allein unter Männern vorbeikommt. Aber anderen Frauen macht sie Mut.
Jesus hält im Film an ihr fest. Er sagt: „Sie wird Gottes Werk tun.“ Und sagt sogar: „Maria, du bist meine Zeugin!“ Sie verspricht ihm: „Ich bin bei dir bis zum Ende.“
Sie hält ihr Versprechen. So steht es auch in der Bibel: Maria Magdalena hält unter dem Kreuz aus. Sie sieht, wie Jesus stirbt, während sich die anderen Jünger aus dem Staub gemacht haben.
Maria Magdalena wird auch nach seinem Tod zur Zeugin von Jesus. Die Kraft Gottes lebt weiter. Die hat sie frei gemacht von dem, was ihre Familie ihr eingeredet hat, und gibt ihr weiterhin den Mut, ihren Weg zu gehen.
Maria Magdalena zeigt bis heute, was Glaube an Gott bewirken kann: Frauen und Männer können überwinden, was andere ihnen vorschreiben, wie sie zu sein haben. Maria Magdalena zeigt, dass man seine Dämonen loswerden kann. Dass man heil werden kann.

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