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Was ich an dir schätze – Prinz Harry und Meghan Markle heiraten in Windsor
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Was ich an dir schätze – Prinz Harry und Meghan Markle heiraten in Windsor

Christoph Wildfang
Ein Beitrag von

Christoph Wildfang,

Evangelischer Pfarrer, Arnoldshain

Heute Mittag werden Prinz Harry und Meghan Markle sich in der Kapelle St. George auf Schloss Windsor das Ja-Wort geben. Und die Welt sieht zu. Über zwei Milliarden Menschen werden die königliche Hochzeit wohl rund um den Globus am Bildschirm verfolgen. Pfarrer Christoph Wildfang aus Arnoldshain macht sich im hr1 Zuspruch Gedanken über Menschen, die sich trauen.

Vor einer Hochzeit zählt jedes Detail. Wie bei der von Harry und Meghan: Was für ein Kleid wird die Braut tragen? Wie kommt sie zum Altar? Wenn ihr Vater sie nicht führen wird, zieht sie dann mit ihrer Mutter ein? Oder wird es wie bei Viktoria von Schweden sein: ein Stück des Weges zum Altar mit einem Elternteil, dann die letzten Meter mit ihrem Bräutigam als Paar? Wie viele Sekunden wird der Brautkuss dauern? Ich werde diese Trauung nicht live im Fernsehen verfolgen können. Ich traue zur gleichen Zeit Nora und Sascha. In einer kleinen Dorfkirche. Da gibt’s im Vorfeld auch Fragen. Meine zum Beispiel. Ich frage ein Paar, das ich traue, im Vorgespräch immer: „Was schätzen Sie an Ihrer Braut, was schätzen Sie an Ihrem Bräutigam? Bitte schreiben Sie es auf.“ Zuerst sind die zwei ganz überrascht. Klar, sie lieben sich doch. Darum wollen sie ja heiraten. Aber eben einmal aufzuschreiben „was schätze ich an dir?“, das ist nicht so einfach. Da schreibt sie zum Beispiel: „Ich schätze an dir, wie du lachst. Ich habe mich in dein Lachen verliebt.“ Und er schreibt: „Du holst mich wieder auf den Boden, wenn ich mal vor Aufregung unter der Decke hänge. Vor dir kann ich mich öffnen wie sonst vor keinem Menschen.“ Ich stelle dann noch eine zweite Frage: „Was verbinden Sie mit dem Segen?“ Da sind die beiden auch erst einmal überrascht. Aber dann erzählen sie: Was sie schon zusammen erlebt und durchlebt haben. Da hat er mir geholfen. Da hat sie mich ermutigt und unterstützt. Da hat uns unsere Liebe getragen. Sie wünschen sich, dass ihre Liebe mit der Zeit nicht weniger wird, sondern wächst. Sie wissen, dass das nicht selbstverständlich ist. Darum ist ihnen der Segen wichtig. Er soll ihre Liebe stark machen. Der Segen ist wie eine Kraft zwischen den beiden, die sie verbindet. Und darum wollen die zwei heute vor dem Altar zueinander sagen: „Ja, mit Gottes Hilfe.“ Ja, ich will mit dir zusammen sein in guten wie in bösen Tagen. Und ich vertraue darauf, dass Gott uns dabei hilft und segnet.

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