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Plogging – Ein Trend aus Schweden
Bildquelle Pixabay

Plogging – Ein Trend aus Schweden

Ein Beitrag von

Sandra Matz,

Pfarrerin, Evangelisches Gemeindenetz an der Nördlichen Bergstraße, Alsbach

Ein Freund von mir ist seit neuestem im Umweltschutz aktiv. Oha. Ich frage mich, wie er das noch zeitlich unterkriegt, neben Familie mit drei Kindern und der Arbeit.
Er lacht. „Ganz einfach. Ich mache plogging.“ Plogging? „Ja“, sagt er. „Der neue Trend aus Schweden.“
Plogging setzt sich zusammen aus dem schwedischen Wort „plocka upp“, was so viel heißt wie „aufheben“ – und dem Wort „jogging“.
Es geht darum, beim Joggen Müll einzusammeln, der am Wegrand herumliegt. Und das ist eine ganze Menge, wenn man mal mit offenen Augen durch die Straßen läuft. So gibt es mittlerweile auch in Deutschland viele Plogger, die mit Mülltüten bewaffnet durch den Park joggen. Äh. Ploggen. Ich finde die Idee gut. Allerdings ist mir das beim Joggen ein bisschen umständlich mit so einer Mülltüte.
Wir haben daheim deswegen eine neue Variante erfunden. Nicht Plogging – sondern Splaziering. Müllaufheben beim Spazierengehen. Unser neuer Familientrend passt auch sonntags gut rein. Meine Kinder und ich haben jetzt oft eine Mülltüte dabei auf dem Weg zum Spielplatz oder um den See. Denn da gibt es auch vieles, was eingesammelt werden muss. Der Sonntag heute hat in den Kirchen das Thema: Jubilate! Das heißt: Jubelt! Freut euch an der Schöpfung!
Und das kann ich einfach viel besser, wenn da nicht so viel Müll rumliegt.

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