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Anteilnahme mit den Angehörigen statt Hetzjagd
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Anteilnahme mit den Angehörigen statt Hetzjagd

Martin Vorländer
Ein Beitrag von Martin Vorländer, Evangelischer Pfarrer und Rundfunkbeauftragter für den hr, Frankfurt

Das, was kein Mensch sich vorstellen will, steht jetzt im Raum: Der Staatsanwalt von Marseille sagt, der Co-Pilot habe das Flugzeug von Germanwings absichtlich zum Absturz gebracht. Einen anderen Schluss lasse die Auswertung des Stimmrekorders nicht zu.

Der Co-Pilot, ein 28-Jahre junger Mann, kommt aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. In dem Ort herrscht Ausnahmezustand. Die Polizei bewacht das Elternhaus des Co-Piloten.

Der Verdacht, dass ein Mensch mit Absicht 149 Menschen mit sich in den Tod gerissen hat, ist schrecklich. Was um Gottes willen kann einen Menschen dazu bringen, anderen etwas so Fürchterliches anzutun? Was für ein finsterer Abgrund tut sich da auf?

Was jetzt unbedingt wichtig ist: Es darf jetzt keine Hetzjagd geben. Es sind noch viele Fragen offen. Und was nach wie vor wichtig ist: Unsere Gedanken und Gebete für die Angehörigen, die Menschen verloren haben, die sie lieben. Unsere Anteilnahme für Freunde und Freundinnen der Opfer.

Ja, und auch unsere Gedanken und Gebete für die Familie des Co-Piloten. Was auch immer sich als die Wahrheit herausstellt, auch sie haben einen schweren Verlust zu verkraften und auch ihr Leben wird nie wieder so sein wie zuvor.

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