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Science-Fiction

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Gudrun Olschewski
Ein Beitrag von Gudrun Olschewski, Evangelische Pfarrerin, Pfungstadt

Sie heißen „Akte X“, „Star Trek“, „Harry Potter“ oder „Geisterjäger“. Viele begeisterte Fans können gar nicht genug davon bekommen. Ganz gemütlich im Fernsehsessel gibt es Besuch von Wesen aus einer anderen Welt. Zuschauer lernen Gestalten mit übersinnlichen Kräften kennen. Auch Tote, die wieder zum Leben erweckt wurden, und auch dort den Kampf zwischen Gut und Böse.

Einmal in der Woche für ein oder zwei Stunden einen Blick über menschliche Grenzen hinaus zu tun – das hat für viele einen ganz besonderen Reiz. Dann wird der Vorhang vor Raum und Zeit vor den eigenen Augen aufgezogen. Für einen Moment kann man scheinbar in die Ewigkeit blicken. Ihr schon in dieser Zeit auf die Spur zu kommen. Das bleibt natürlich ein Versuch.

Was nach dem Tod kommt, das wissen auch diejenigen nicht, die die Drehbücher geschrieben haben. Vielleicht ist das Bedürfnis, mehr über die Ewigkeit zu erfahren, gerade deshalb so groß. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Doch die Ewigkeit bleibt ein Geheimnis, zumindest in dieser Zeit. Christen nennen Gott den Weg ins ewige Leben. Er ist derselbe, diesseits und jenseits der Schwelle zur Ewigkeit. Er ist der einzige, der beides verbindet.

Schon aus Neugier freue mich auf die Ewigkeit. Ich glaube: Auf die Fragen, die ich habe, werde ich dort eine Antwort bekommen. Ich freue mich darauf, Gott zu begegnen. Denn ganz egal, wie spannend Science-Fiction verfilmt wird: Erst in dieser Begegnung wird der Vorhang von Raum und Zeit tatsächlich vor meinen Augen aufgezogen. Ich hoffe darauf: Ich sehe dann eine Welt, in der Liebe und Frieden gewonnen haben.

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