hr3 MOMENT MAL
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Becker, Alexandra

Eine Sendung von
Alexandra Becker,
Katholische Pastoralreferentin Frankfurt

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Ein Astronaut schwebt im Weltraum über der Erde. Die planetarische Oberfläche ist sichtbar, während ein Sonnenstrahl im Hintergrund leuchtet. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Weite und Erkundung im All.

Christi Himmelfahrt

Moderator/in: Vor wenigen Wochen konnten wir unsere Erde mal wieder von oben sehen: Zum ersten Mal seit über 50 Jahren sind wieder Menschen in Richtung Mond gestartet, haben ihn umrundet – und uns beeindruckende Bilder geschickt. Wenn man das sieht, kann man eigentlich nur staunen.

Alex: Mich fasziniert das auch. Allein, dass so etwas technisch möglich ist, empfinde ich schon als ein kleines Wunder – dass wir Menschen dazu in der Lage sind. Und wer weiß, was in den nächsten Jahrzehnten noch alles möglich wird. Mit dem All, mit dem Himmel verbinde ich immer auch eine Sehnsucht. Ich glaube: die Sehnsucht nach etwas Größerem. Gleichzeitig ist dieses Weltall so unvorstellbar weit, dass unsere Vorstellungen dafür eigentlich nie ausreichen. Bei Christi Himmelfahrt, dem Feiertag heute, geht es für mich um etwas Ähnliches.

Moderator/in: Wobei diese Himmelfahrt natürlich nichts mit Raketen oder Mondumrundungen zu tun hat.

Alex: Nein. Die Bibel erzählt, dass Jesus vor den Augen seiner Freunde in den Himmel aufgenommen wird – in eine Wolke. Ein starkes Bild. Mir ist dabei gar nicht entscheidend, wie genau das passiert ist. Wichtig ist für mich: Jesus ist nicht mehr sichtbar. Und genau da beginnt diese Sehnsucht. Denn Christi Himmelfahrt bedeutet nicht: Jesus ist weg – Pech gehabt. 

Moderator/in: Sondern? Was bedeutet es dir denn persönlich?

Alex: Manchmal fühlt sich Gott tatsächlich ziemlich weit weg an. Aber ich glaube trotzdem: Er ist da. Christi Himmelfahrt erinnert mich daran, dass es mehr gibt als das, was ich sehen kann. Und für mich heißt das Fest auch: Jetzt bin ich dran. Ich versuche, so zu leben, dass andere etwas von Gott spüren können – auch wenn man ihn nicht sehen kann. Damit mache ich selbst Gott sichtbar, zum Beispiel, wenn ich mich um andere Menschen kümmere.