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Buß- und Bettag
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Buß- und Bettag

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von Dr. Fabian Vogt, Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

Buß- und Bettag. Klingt erst mal ziemlich altbacken. Dahinter steckt aber ein ganz kluger Gedanke. Nämlich die Anregung, sich an einem Tag im Jahr mal ganz bewusst mit den eigenen Fehlern und Schwächen auseinander zu setzen. Man könnte also sagen: Es geht um eine Art „Hausputz für die Seele“. Denn eines kennt ja nun wirklich jede und jeder: Überall werden Dinge „unter den Teppich gekehrt“.

Und eigentlich heißt Buße nichts anderes als: Ich habe den Mut, meinen eigenen Teppich mal hoch zu heben, und neugierig zu schauen, was sich darunter im Lauf der Zeit so angesammelt hat. An verdrängten und unliebsamen Erfahrungen, an Schwächen und Fehlern, an Schuld und Versagen. Raus damit!

Zum christlichen Glauben gehört nämlich von Anfang an die Zusage, dass Menschen alles, was man lieber unter den Teppich kehren möchte, Gott anvertrauen können. Oder wie Jesus es mal formuliert hat: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.“ Damit sagt er auch: Weil Gott vergibt, können wir alles Belastende loswerden.

So ein Blick unter den Teppich kann also ungemein befreiend sein, nicht nur am Buß- und Bettag morgen. Eben ein echter „Hausputz für die Seele“. Und wenn Sie Lust haben, sich die Sache mit dem Teppich noch mal auf unterhaltsame Weise vor Augen zu führen, dann finden Sie im Internet dazu das erste Kehrmaschinen-Ballett der Welt: „Die himmlischen Kehrscharen.“ Ein großartiger Anblick. Unter: Hausputz für die Seele.de.

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