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"Spectre"

"Spectre"

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von Dr. Fabian Vogt, Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

Was macht man, wenn man feststellt, dass man nur ein Rädchen in einem ausgefeimten Spiel ist? So ergeht es James Bond in seinem neuen Film „Spectre“, der heute in Deutschland Kinopremiere hat.

„Spectre“ heißt Schreckgespenst – und als solches entpuppt sich Bonds neuer … oder soll man lieber sagen … alter Gegenspieler, denn der Geheimorganisation „Spectre“ ist der Geheimagent schon vor langer Zeit begegnet. Zudem scheint es, als ob dieses eiskalte Verbrecher-Syndikat ihm immer einen Schritt voraus ist.

Ich hab den Film noch nicht gesehen, aber ich schätze mal: James Bond wäre nicht James Bond, wenn es ihm nach unzähligen spektakulären Verfolgungsjagden nicht doch gelänge, die Schurken mit Hilfe seiner Lässigkeit und seiner Kampferfahrung zu überwinden.

Was im Film auch bitter nötig ist, denn in England versucht das Zentrum für Nationale Sicherheit gerade, den MI6, also den Geheimdienst, zu dem James Bond gehört, zu schließen. Der smarte Doppelnull-Agent hat diesmal also gleich eine mehrfache Motivation, erfolgreich zu sein.

Ich habe mich gefragt, warum mir als Pfarrer James Bond so gut gefällt. Und dann dachte ich: Na klar, ein Mann ist bereit, alles zu geben, um die Schreckgespenster zu vertreiben. Einer ist bereit, sich notfalls selbst zu opfern, damit das Böse nicht gewinnt.

Hey, einen Theologen erinnert das immer an Jesus. Nun ist James Bond nicht Jesus, Gott bewahre, aber die Sehnsucht, die Welt zu retten, ist nun mal ein unglaublich starkes Motiv für eine gute Geschichte.

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