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Papa ante portas

Papa ante portas

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von Dr. Fabian Vogt, Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

John Boehner, der Sprecher des Repräsentantenhauses in Washington, ist sich schon im Vorfeld sicher: „Es wird ein historischer Besuch – und wir sind zutiefst dankbar, dass Seine Heiligkeit unsere Einladung akzeptiert hat.“

Ja, der Papst aus Rom hält heute eine Rede vor den beiden Häusern des US-Kongresses, also vor dem gemeinsam versammelten Senat und dem Abgeordnetenhaus. Das ist schon deshalb spektakulär, weil die Vereinigten Staaten von Amerika ja mehrheitlich protestantisch geprägt sind. Und wie! So sehr, dass es überhaupt erst vor gut dreißig Jahren zur Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zum Vatikanstaat kam.

Natürlich sind jetzt alle gespannt, was Papst Franziskus sagen wird. Schließlich ist er das Oberhaupt von weltweit mehr als 1,2 Milliarden Katholiken, während in den USA ja nur schlappe 320 Millionen Menschen leben. Nun, da der Papst auch am sogenannten Weltfamilientreffen in Philadelphia teilnimmt, könnte es sein, dass er unter anderem über die Familie in der Gesellschaft sprechen wird.

Das Familientreffen hat übrigens das schöne Motto: „Liebe ist unsere Mission.“ Darin sind klug zwei Anliegen des christlichen Glaubens miteinander verknüpft. Die Liebe, die den Menschen von Gott geschenkt wird, und die Mission, also: der Wunsch, anderen etwas von dem, was man selbst bekommen hat, weiterzugeben.

Nun, die Vereinigten Staaten von Amerika fühlen sich ja gelegentlich sehr missionarisch. Da wird es sicher anregend sein, darüber nachzudenken, was es bedeutet, Liebe weiterzugeben.

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