Himmelsverbot

Himmelsverbot

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von Dr. Fabian Vogt, Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

Tja, sich wie im Himmel zu fühlen, das ist gar nicht so einfach, wenn man nach 21 Jahren Haft aus einem rumänischen Hochsicherheitsgefängnis entlassen wird. Was einem dabei so alles passieren kann, das erzählt der Film „Himmelverbot“, der heute in die deutschen Kinos kommt.

Regisseur Andrei Schwartz hat für seine Dokumentation den Doppelmörder Gabriel auf seinem Weg zurück ins Leben begleitet. Gabriel darf nämlich auf Bewährung raus und soll wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden. Aber das ist gar nicht so einfach. Kann man überhaupt mit 10 Euro Entlassungsgeld und ohne Job resozialisiert werden?

Doch hinter dieser Geschichte spielt sich eine noch tiefgründigere ab – und die hat damit zu tun, dass der Regisseur versucht, herauszufinden, warum Gabriel damals unter anderem eine Staatsanwältin getötet hat. Und dabei wird schnell klar: Gabriel sagt nicht immer die Wahrheit. Vielleicht erklärt er auch deshalb vor laufender Kamera, dass er einen wie sich nicht frei lassen würde.

Nach und nach wird in „Himmelverbot“ deutlich: Wer sich der eigenen Wahrheit nicht stellt, dem wird es schwer fallen, ein neues Leben anzufangen. Und dem wird es auch schwer fallen, den Himmel für sich zu entdecken. Also: Wer sich im Sommer Zeit für existentielle Fragen nehmen möchte, der bekommt im Film „Himmelverbot“ viele Inspirationen für das, was den Himmel ausmacht.

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