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Heute bin ich Samba

Heute bin ich Samba

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von Dr. Fabian Vogt, Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

„Ziemlich beste Freunde“ war einer der großen Kinohits der letzten Jahre. Über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Querschnittsgelähmten und seinem Pfleger. Tja, und jetzt legen die Macher des Films nach: „Heute bin ich Samba“ heißt ihre neue Komödie – und sie erzählt wieder von einer äußerst ungewöhnlichen Freundschaft. Der Senegalese Samba, der ohne Aufenthaltserlaubnis in Frankreich lebt, kommt in Abschiebehaft und lernt dort Alice kennen – eine Betreuerin, die sich nach einem Burnout ehrenamtlich engagiert. Na, was wird da wohl passieren?

Wieder geht es um eine bunte Mischung aus Humor, Drama und sozialkritischen Untertönen – und um die schrägen Erfahrungen, die man macht, wenn ganz unterschiedliche Welten aufeinander stoßen. Und wenn sie sich nach und nach lieben lernen. Außerdem ist das Thema „Migration“ ja sehr aktuell, so dass der Film genau zum richtigen Zeitpunkt in die Kinos kommt.

Der Film „Heute bin ich Samba“ stellt bei aller Heiterkeit auch einige kluge Fragen: Wie wollen wir denn nun mit den Menschen umgehen, die aus Not in unser Land kommen, die wie Samba gerne und viel arbeiten wollen und die mit ihrem Können für unsere Gesellschaft bereichernd sind?

Eine Antwort, die mich überzeugt, finde ich im Neuen Testament. Da heißt es: „Vergesst nicht, gastfreundlich zu sein, denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ Im Orient ist jeder Fremde erst einmal ein Gast. Ein Gast, dem man mit Würde und Freundlichkeit begegnet. Auch weil es sein könnte, dass durch diesen Gast in meinem Leben Wundervolles geschieht. So wie Samba und Alice das erleben. Also: Ein unterhaltsamer Film, der sich aus vielerlei Gründen lohnt.

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