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Draußen blüht es – Sehnsuchtsort Garten Eden
Bildquelle Pixabay

Draußen blüht es – Sehnsuchtsort Garten Eden

Christoph Wildfang
Ein Beitrag von

Christoph Wildfang,

Evangelischer Pfarrer, Arnoldshain

Bei mir im Garten blüht’s. Ich freu mich. Die Pfingstrose geht auf. Eine rosafarbene „Sarah Bernhardt“-Pfingstrose. Eine hellblaue Hortensie blüht im Schatten der Hauswand. Weiße Holunderblüten wiegen sich im Wind an der Treppe zur Kirche. Schön sieht‘s aus. Insekten summen um die Blüten herum. Für mich ist ein Garten ein Sehnsuchtsort. Hat was von Paradies. Garten Eden. In Israel war ich mal in einem Garten, den man Garten Eden nennen kann. Der ist im Norden des Landes. An den Quellflüssen vom Jordan. Wasser in Hülle und Fülle. Kleine Stromschnellen. Strömung. Wer im Taunus lebt, für den ist das vielleicht nichts Besonderes. Im trockenen Israel aber schon. Da ist oft Wasser Mangelware ist. Die Bäche bilden etliche Kilometer danach den Fluss Jordan. Dort haben sich die Menschen Israels schon vor 3000 Jahren vorgestellt: So muss das Paradies sein. Mit einem anderen Wort: „Garten Eden“. Schöpfung im Überfluss. Es duftet. Es wächst. Da ist gut sein. Finde ich auch in meinem Garten ums Haus herum. Wer in der Stadt wohnt, engagiert sich in Gemeinschaftsgärten. In Frankfurt gibt’s einige: „Urban Gardening“ oder „Urban Farming“ heißt der Trend seit ein paar Jahren. Mit Aufs und Abs. Sehnsuchtsort Garten auch mitten in einer Stadt. Da wird gemeinsam gesät, gejätet und irgendwann geerntet. Für mich blitzt im Sehnsuchtsort Garten schon ab und zu mal etwas Paradiesisches auf. Ich schaue, genieße, freue mich einfach. Ja, wo es so schön grad ist in den Gärten, so ungefähr mag es auch im Paradies sein. Farben satt. Duft – wie jetzt der Flieder grad. Ich atme tief ein, halte den Atem und spüre die Schönheit da draußen. Gut sind solche Momente. Ein Vorgeschmack aufs Paradies.

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