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Der Pumi – Von Mischlingen, Rassehunden und dem, was wirklich wichtig ist
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Der Pumi – Von Mischlingen, Rassehunden und dem, was wirklich wichtig ist

Andrea Seeger
Ein Beitrag von

Andrea Seeger,

Evangelische Theologin und Redakteurin der Evangelischen Sonntags-Zeitung

Unser Hund ist pechschwarz mit lockigem Fell, eher klein als groß, und heißt Johnny. Als Pudel-Mix haben wir ihn aus dem Tierheim geholt. Meine Schulfreundin damals hatte nämlich einen Pudel, der war so überaus klug und lieb, dass es 40 Jahre später unbedingt ein Pudel bei uns sein sollte. Jedenfalls ein bisschen pudelig – wegen der Charaktereigenschaften. Natürlich ist Johnny über die Maßen klug und lieb, wie Pudel eben so sind.
Als ich vor kurzem ohne Hund durch Frankfurt laufe, kommt mir eine ältere Frau entgegen mit einem Hund an der Leine. „Johnny“, denke ich. „Was macht unser Hund hier?“ ist mein nächster Gedanke. Abrupt bleibe ich stehen. „Haben Sie auch einen Pudelmischling?“ Sie sagt: „Nein, das ist ein Pumi“. „Ich frage ein wenig irritiert: „Ein Pudelmix, meinen Sie?“.
Sie sagt: „Nein, das ist ein Pumi“. Und ich frage: “Haben Sie den auch aus dem Tierheim?“ Nein, der ist vom Züchter.“ Die Frau wirkt jetzt ein wenig beleidigt. „Aha, vom Züchter.“
Ich bedanke mich und laufe weiter. Zuhause angekommen, gebe ich bei Google sofort Pumi ein. „Bei dem kleinen Vertreter der Ungarischen Hütehunde – dem Pumi – handelt es sich um einen energiegeladenen, immer gutgelaunten Treib- und Hirtenhund“ lese ich da. Und ich sehe Bilder dieser Art von Hütehunden. Von wegen Pudelmischling! Kein Zweifel: Wir sind die Besitzer eines reinrassigen Pumis.
Macht das einen Unterschied? Nein! Johnny ist überaus klug und lieb. Es ist völlig egal, zu welcher Rasse er gehört, ob reinrassig oder Mischling sowieso. Wichtig ist eben nicht, was außen drauf steht, sondern was innen drin ist. Steht schon in der Bibel. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.

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