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Nie wieder!
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Nie wieder!

Rolf Müller
Ein Beitrag von

Rolf Müller,

Pastoralreferent Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Frankfurt

Seit vielen Jahren schon fahre ich mit Jugendlichen im Frühjahr auf ein geistliches Wochenende. Dort sprechen wir viel über das, was Jugendliche gerade bewegt. Immer fragen wir die jungen Leute auch: „Was macht euch gerade viel Angst oder Sorgen?“ Bei der letzten Fahrt war da eine Sache bei den Jugendlichen ganz oft Thema: Sie haben Angst vor Krieg. Ich beobachte: Genau diese Sorge hat bis vor wenigen Jahren fast überhaupt keine Rolle gespielt. Da war Anderes wichtiger: Die Sorge vor Arbeitslosigkeit oder vor dem schweren Schulabschluss etwa. Jetzt aber kann ich sehen: Auch viele Jugendliche spüren, dass Frieden nicht mehr selbstverständlich ist.

So geht es mir ja auch. Die politische Lage in der Welt macht mir Sorgen. Noch bis vor fünf Jahren hätte ich nicht gedacht, dass der Frieden hier bei uns einmal wackeln könnte. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich weiß: Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt. Ich habe nie einen Krieg persönlich miterleben müssen. Das war bei meinen Eltern ganz anders. Beide haben mir viel von Bombenangriffen und dem Leid der Menschen im zweiten Weltkrieg erzählt. Ich habe dabei immer diesen Wunsch von ihnen gespürt: Nie wieder Krieg!

Der Krieg, den sie miterleben mussten, hat morgen genau vor 79 Jahren begonnen. Weltweit wird deswegen morgen der „Tag des Friedens“ begangen. Für mich ist das ein Auftrag: Ich will alles, was ich kann, dafür tun, damit es Frieden gibt, damit Menschen sich verstehen und miteinander friedliche Lösungen suchen. Ich weiß: Meine Kraft ist klein. Aber ich hoffe sehr, dass sich das ganz viele Menschen mit mir zusammen vornehmen. Und ich will für den Frieden beten: Wir feiern dazu in meiner Pfarrkirche morgen Abend einen Friedensgottesdienst. Ich glaube fest daran, dass Gott genau das will: Menschen aller Nationen sollen in Frieden miteinander leben können.

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