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Um des Friedens willen
Bild: Gerd Altmann/Pixabay

Um des Friedens willen

Michael Becker
Ein Beitrag von

Michael Becker,

Evangelischer Pfarrer i. R., Kassel
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Er ist steinreich, wie man so sagt. Ihm sollen 140 Millionen Euro gehören, dem Schauspieler Daniel Craig. Man kennt ihn als James Bond. Ein Gewinner; einer, der die Welt zusammenhält. Auch mit seinem Geld hat er einen festen Plan (Spiegel.de 18.8.21). Er will es nicht an seine Kinder vererben. Er sagt: "Ich will es los werden und für gute Zwecke spenden." Seine Kinder würden sich schon selber helfen. Was er verdiene, wolle er auch zu Lebzeiten weggeben an die, die es nötig haben.

Eine klare Meinung. Man weiß ja, was oft viel Ärger macht, auch in den besten Familien: das Erbe nämlich. Da haben sich schon viele zerstritten, lebenslang. Schauen sich nicht an, reden kein Wort mehr miteinander, feiern keine Feste. Geld ist gefährlich. Es kann die Menschlichkeit zerstören. Für immer.

Es sei denn, man regelt das mit dem Besitz frühzeitig. In der Bibel gibt es einen schönen Ausdruck dafür. Er heißt (Jesaja 38,1): "Bestelle dein Haus." Sorge bitte dafür, dass nach deinem Tod kein Streit entsteht. Man kann sein Erbe vorbedenken, auch wie man beerdigt werden möchte. Das dient dem Frieden.

Darum geht es: um Frieden. Es geht nicht um Misstrauen und ängstliches Zusammenhalten von Geld und Besitz - es geht um Frieden. Selig sind die, die keinen Streit zurücklassen. Kinder und Enkel werden es danken. Man kann ja nichts mitnehmen in den Himmel; man kann aber auf Erden für Ordnung sorgen. Das tut auch der eigenen Seele gut. Darum mag ich diese Bitte: Bestelle dein Haus. Es ist wichtig - um des Friedens willen.

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