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Große und kleine Enttäuschungen
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Große und kleine Enttäuschungen

Christoph Hartmann
Ein Beitrag von

Christoph Hartmann,

Lehrer und Referent für Schulpastoral, Fulda
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Wisst ihr nicht, dass die, die im Stadion laufen, zwar alle laufen, jedoch [nur] einer den Siegespreis erhält? Diese Paulusworte zeigen mir, dass Freude und Leid dicht beieinanderliegen können. Ein Blick nach Tokio zu den Olympischen Spielen macht das deutlich. Was für ein Drama! Kurz vor dem Ziel verhaken sich die Ruder beim deutschen Doppelvierer der Damen. Die Chance auf Silber ist dahin. Die Enttäuschung groß. Ähnlich muss sich Timo Boll fühlen. Auch bei seinen 6. Olympischen Spielen bleibt ihm im Tischtennis die langersehnte Medaille verwehrt. Tragik und Enttäuschungen gehören eben auch zu Olympia.

Eine ganz andere Art von Tragik und Enttäuschung müssen gerade viele Menschen in unserem Land erleben. Ich denke dabei an die Opfer der Hochwasserkatastrophe. All das, was sie in den letzten Jahren aufgebaut, finanziert, geschaffen haben, was ihnen lieb war - ist dahin. Vom Wasser und Schlamm weggerissen - einfach zerstört. Wie tragisch das ist, zeigen die Bilder der vergangenen Tage.

Ob existenzielle Ereignisse wie die Hochwasserkatastrophe oder sportliche Niederlagen bei Olympia: Enttäuschungen und Tragik durchkreuzen das Leben.

Für manch einen mag das jetzt naiv klingen. Aber ich bin dankbar, dass ich mit meinen persönlichen Enttäuschungen und Leiderfahrungen nicht alleine bin. Neben lieben Menschen habe ich noch eine weitere Anlaufstelle. Diese Anlaufstelle ist für mich: Jesus Christus. Und warum gerade er? Weil Jesus selbst enttäuscht wurde. Er selbst hat Leid durchlebt. Er weiß, was Scheitern bedeutet. Dass dieser Jesus für mich zum Hoffnungszeichen wird, liegt daran, dass er schließlich den Tod – also alle Dunkelheit – besiegt hat. So schenkt er mir und allen Menschen neue Lebenshoffnung!

Damit diese Lebenshoffnung lebendig und erfahrbar bleibt, darf ein jeder von uns mitwirken. Im Großen wie im Kleinen. Eindrucksvoll zeigen das die vielen Menschen, die in diesen Tagen für die Opfer der Flutkatastrophe beten, Geld spenden oder auch tatkräftig mit anpacken.

Auf ihre ganz eigene Weise hat es die deutsche Olympionikin Ricarda Funk gemacht. Mit ihrer Goldmedaille im Kanu sendet sie einen ganz besonderen Lichtblick in ihre vom Hochwasser geplagte Heimat. Wie schön!

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