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Das Fest des neuen Lebens
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Das Fest des neuen Lebens

Dr. Joachim Schmidt
Ein Beitrag von

Dr. Joachim Schmidt,

Evangelischer Pfarrer, Darmstadt

Hätten Sie’s gewußt? Rund sechzig Tage sind es noch bis Ostern in diesem Jahr, genau gesagt, noch sechsundfünfzig. Woher ich das weiß? Im kirchlichen Kalender steht heute der Sonntag Sexagesimae, und das heißt sechzig.

Schon immer bereiten sich die Christen auf Ostern noch viel intensiver vor als auf Weihnachten mit seinen gerade mal vier Adventssonntagen. Ursprünglich war Ostern überhaupt das einzige besondere Fest im Jahreslauf, das sie alle miteinander begin- gen: Ostern, das große Gedächtnisfest an die Auferstehung Jesu.

Ich kann es gut verstehen, dass dieses Fest den Christen schon immer so wichtig war, dass man nach Neujahr förmlich die Tage bis dahin zählte. Ostern – das Fest des neuen Lebens. Und damit es dann wirklich ein Fest wurde, beging man vorher die Fastenzeit. Und die Tage zu zählen, das begann man immer viele Tage vor dem großen Fest.

Auch wenn heutzutage die Schokoladenhasen jetzt schon vor Aschermittwoch durch die Regalen hoppeln und sich die bunten Schoko-Eier in ihren grünen Holzwolle- Körbchen räkeln: Gegen diesen Süßkram ist die Sache mit dem christlichen Ostern ein ganz anderes Kaliber. Das kann man sich nicht so einfach auf der Zunge zerge- hen lassen. Da geht es um Leben und Tod.

Dieser Jesus, das glauben die Christen bis heute fest, hat dem Tod seine Macht genommen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für uns. Drei Tage nach seiner Hinrichtung am Kreuz kehrte Jesus ins Leben zurück. Was für eine unglaubliche Botschaft für alle sterblichen Menschen! Wer daran glauben kann, für den ist eben mit dem Tod nicht mehr alles aus. Das feiern die Christen übrigens jeden Sonntag, und dann ganz besonders zu Ostern, heute in 56 Tagen. Der Countdown läuft.

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