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Pausenbrot-Reste
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Pausenbrot-Reste

Gunnar Bach
Ein Beitrag von

Gunnar Bach,

Katholischer Pastoralreferent, Pfarrei Liebfrauen, Westerburg

18.15 Uhr, bei vielen Abendessenszeit. Vielleicht schon Sie noch mal kurz im Ranzen ihres Kindes nach: ist da noch ein Rest oder gar noch das ganze Frühstückbrot ungegessen zurückgekommen? Vielleicht ist es ja noch frisch genug, um heute abend verdrückt zu werden. Wegwerfen ist ärgerlich. Gunnar Bach von der katholischen Kirche, wie ist das bei deinen drei Kindern? Essen die jeden Tag ihr Pausenbrot auf?

 Leider nicht! Das hat ganz verschiedene Gründe. In Claras Kindergarten haben sie freies Frühstück, das heißt die Kleinen sollen selbst sagen, wann sie Hunger haben und ihr Brot essen wollen. Das klappt leider nicht immer so. Und bei den Großen in der Schule ist auch manchmal in den Pausen zu wenig Zeit, oder es schmeckt ihnen grad nicht, oder sonst was.

 Und wie findest du das?

 Ich find‘ s schrecklich. Früher gab’s das andere Extrem, dass man gesagt hat: Iss alles auf deinem Teller auf, die in Afrika haben gar nichts zu essen. Aber dass heute so viel weggeschmissen wird, ist weder ökologisch noch wirtschaftlich noch wertschätzend gegenüber den Lebensmitteln.

 Was tut ihr in der Familie dagegen, dass Lebensmittel weggeworfen werden?

 Ich find gemeinsames Frühstücken, auch im Kindergarten, wichtig. Rituale sind gut. Und wenn ich Clara vom Kindergarten abhole, schauen wir in die Brotbox und essen das auf dem Rückweg auf. Und generell versuchen wir zuhause nur so viel auf den Teller zu geben, wie wir essen können. Nachschlag geht dann immer.

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