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Menschen im Schlepptau – der Apostel Andreas
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Menschen im Schlepptau – der Apostel Andreas

Pater Andreas Meyer
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Heute steht der heilige Andreas im Heiligenkalender. Und ich feiere meinen Namenstag. Der Namenstag ist eigentlich etwas typisch Katholisches. Aber immer mehr Menschen entdecken, dass ihr Vorname auf einen besonderen Menschen hinweist. Und: dass dieser Mensch für sie in ihrem Leben ein besonderes Vorbild sein kann. Für mich ist der Namenstag eine gute Gelegenheit, um über meinen Namenspatron nachzudenken und was sein Leben mir als Anregung mitgibt.

Andreas ist einer der 12 Apostel gewesen. Das waren die engen Vertrauten Jesu. Er hatte sie angesprochen und ihnen aufgetragen, seine Botschaft den Menschen weiterzugeben. Für mich war der Name zunächst nichts Besonderes. Bis ich mich für diesen Andreas näher interessiert habe. Ich habe in der Bibel in den Evangelien nachgeschaut. Dabei habe ich entdeckt: Drei Mal ist Andreas in Aktion. Und jedes Mal hat er Menschen im Schlepptau, die er mit Jesus in Verbindung bringt. Als erstes seinen Bruder Petrus. Die beiden Brüder hatten von Jesus gehört. Sie wollten ihn näher kennenlernen. Andreas hatte ihn gefunden und dann Petrus mitgenommen zu Jesus. In einer zweiten Geschichte bringt Andreas einen Jungen zu Jesus. Der hatte Fisch und Brot dabei. Die segnet Jesus und schenkt sie an die Menschen weiter, weil sie hungrig waren. Und dann bringt Andreas noch ein drittes Mal Menschen mit Jesus in Verbindung: Eine Gruppe Pilger, die nach Jerusalem gekommen waren. Sie hatten schon vom diesem Jesus gehört und wollten ihn kennenlernen. Andreas stellt den Kontakt her.

Menschen mit Jesus in Verbindung bringen. Ich entdecke, dass ich das in meinem Dienst als Klinikseelsorger auch kann. Wenn ich ein Gespräch mit einer Patientin mit einem Gebet abschließe, in dem ich ihre Sorgen ausspreche. Wenn ich mit einem Patienten die Krankensalbung feiere, und er spürt: Jesus ist jetzt bei mir. Ich kann beruhigt in die Operation gehen. Dann habe ich Menschen im Schlepptau und bringe sie mit Jesus in Verbindung.

 

 

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