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Gott kommt, ich freu‘ mich!
Bild: Gabriele M./Pixabay

Gott kommt, ich freu‘ mich!

Bernd Spriestersbach
Ein Beitrag von

Bernd Spriestersbach,

Evangelischer Schulpfarrer und Schulseelsorger, Hanau
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Ich freu‘ mich. Es ist Advent. Kerzen brennen. Die erste am Adventskranz. Und 9 weitere Kerzen brennen an unserer Weihnachtspyramide. Sie kommt heute schon zum Einsatz. 1 Meter 50 ist sie hoch. Steht auf dem Fußboden und schmückt unser Wohnzimmer. Ein Rentner hat sie in Handarbeit gefertigt. Ein Unikat. Unsere Weihnachtspyramide. Die 3 Etagen schmücken wir mit kleinen Engelfiguren, mit Kurrende-Sängern und weihnachtlichem Schmuck. 12 große Flügel sorgen dafür, dass die Pyramide sich dreht. Angetrieben von der aufsteigenden Wärme der Kerzen. Heute Abend entzünden wir sie erstmalig. Ich freu‘ mich drauf: Dasitzen. Zuschauen, wie sie sich dreht. Wie der Schein der Kerzen die Dunkelheit erhellt. Den Schattenspielen an der Decke folgen

Advent im Corona-Jahr. Nichts war 2020 wie sonst. Und wie Weihnachten unter Corona-Bedingungen wird? Ich weiß es nicht. Die Schatten des Virus sind lang…

Vielleicht freue ich mich deshalb so auf die Lichter der Adventszeit. Wärme und Hoffnung geben sie mir. Und die adventliche Zuversicht: Gott kommt. Ja, Gott ist schon da. Das Licht ist stärker als die Dunkelheit.

Ein Zeichen dafür ist die Weihnachtspyramide. Ursprünglich kommt sie aus dem Erzgebirge. Die Bergleute dort waren im Winter arbeitslos. Armut herrschte. Trotzdem wollten sie ihren Kindern eine Weihnachtsfreude bereiten. Sie fingen an zu schnitzen. Es entstand die Weihnachtspyramide.

Die Weihnachtsfreude fiel nicht aus. Damals nicht. Und auch heute nicht. Nicht in der Krise. Nicht in schweren Zeiten. „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“ (Sach 9,9b). Das ist die Verheißung des Advents: „Gott, dein Helfer, ist auf dem Weg. Er kommt. Und mit ihm Licht in deine Dunkelheit.“ Im Schein der Kerzen will ich die Hände falten und bitten: „Komm Herr Jesus auch zu mir“ – Es ist Advent.

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