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Erzengel
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Erzengel

Daniel Stehling
Ein Beitrag von Daniel Stehling, Pastoralreferent und Katholischer Religionslehrer, Fulda
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Ein Blick auf meinen Kalender: „Sonntag. 29. September. Erzengeltag“, steht da in roten Buchstaben. „Komischer Tag“, denke ich. Doch dann fällt mir wieder ein, was ich als Religionslehrer gleich hätte wissen müssen. Heute am 29. September ist das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael. Und da fällt mir eine Begebenheit aus dem Religionsunterricht in meiner 6. Klasse ein. Dort ging es um die vielen verschiedenen kirchlichen Feste im Laufe eines Jahres. Als ich vom Fest der drei Erzengel erzählte, fragte Friderika: „Herr Stehling, sind die drei aus Eisen oder warum heißen alle drei mit Nachnamen „Erzengel“?“ Ich stutze. Überlege kurz und erkläre dann mit einem breiten Grinsen: „Die drei sind natürlich nicht aus Eisen. Und Erzengel ist auch nicht der Nachname. Es sind drei ganz besondere Engel. Sie sind von Gott für spezielle Aufgaben ausgewählt worden.“ Die Klasse lauscht gespannt meinen Worten. Daher erkläre ich weiter: „Michael ist der Bezwinger des Bösen und der Anführer der ganzen Engel im Himmel. Sein Name bedeutet auf Deutsch übersetzt: „Wer ist wie Gott?“. Gabriel ist der besondere Bote Gottes, der beispielsweise Maria besucht hat, um ihr die Geburt Jesu zu verkünden. Sein Name heißt übersetzt: „Meine Kraft ist Gott“. Und Raphael ist im Alten Testament der Bibel der Reisegefährte von Tobias. Übersetzt heißt sein Name: „Gott heilt“. Da meldet sich Friderika und sagt: „Dann hatte ich doch irgendwie recht, Herr Stehling. Die drei sind zwar nicht aus Eisen, aber sie sind so fest wie Eisen mit Gott verbunden und haben seine Aufträge erledigt.“ Ich stimme ihr mit einem breiten Lachen zu und fordere meine Schüler auf: „Dann nehmen wir uns an den drei Erzengeln ein Beispiel. Wenn wir wie sie fest mit Gott verbunden sind und versuchen seine Aufträge, sein Wort zu erfüllen, dann können auch wir zu „Erz“-Engeln werden für unsere Welt.“

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