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Engel am Esstisch
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Engel am Esstisch

Irmela Büttner
Ein Beitrag von

Irmela Büttner,

Evangelische Pfarrerin, Offenbach-Bieber
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Der Esstisch – er gehört zu den wichtigsten Möbelstücken in einer Wohnung. So habe ich es immer erlebt. Ein Tisch für jeden Anlass. Nicht nur zum Essen, auch zum Reden, zum Gäste empfangen, zum Spielen, zum Pläne machen, zum Ausheulen und zum Lachen.

Gemeinschaft entsteht durch gemeinsames Essen

Um das gemeinsame Essen geht es auch in der Bibel und um die Gemeinschaft, die dadurch entsteht. Da geht es um die Begegnung von Menschen an sich. So heißt es im Hebräerbrief:

„Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ (Hebräer 13,1-3)

Spontane Begegnungen umgibt ein besonderer Zauber

Gastfrei sein, das bedeutet gastfreundlich sein, eben auch zu Menschen, die nicht immer an unserem Tisch sitzen. Spontane Begegnungen umgibt ein besonderer Zauber. Einmal haben mein Mann und ich einen Freund bei uns aufgenommen, der auf seiner Reise nach Kanada in Frankfurt gestrandet war, weil sein Flug ausfiel. Denken muss ich aber auch an alle, die in unserer Gemeinde hier in Offenbach vor einigen Jahren einen Tag lang für Flüchtlinge gekocht haben, oder an diejenigen, die jedes Jahr bei Essen und Wärme mitmachen, wo Menschen gemeinsam am Tisch sitzen und ein warmes Essen bekommen können. Was sie wohl erzählen könnten. Welchen Engeln sie wohl dort begegnet sind.

Engel am Tisch beherbergen, kann man nicht planen

Ob eine Begegnung wirklich gut wird oder ob ich wirklich einen Engel beherberge – das kann ich nicht planen. Nicht privat im Familien- und Freundeskreis und auch nicht in der Kirche. Aber wenn ich mir vorstelle, dass es immer wieder passiert, dann freue ich mich jetzt schon auf das nächste Mal.

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