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Christopher Street Day
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Christopher Street Day

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von

Dr. Fabian Vogt,

Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt
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Moderator/in: Dieses Jahr ist durch Corona wirklich alles anders. Eigentlich wäre heute das Jubiläum des Christopher Street Day. Und auch noch ein ganz besonderes, weil vor 50 Jahren der erste Christopher Street Day stattgefunden hat.

Fabian Vogt von der Evangelischen Kirchen: Wird denn dieses Jahr gar nicht gefeiert?

Doch, natürlich. In New York gab es jetzt am Freitag eine virtuelle Parade – und in Deutschland überlegen viele Veranstalter noch, ob und wie sie den 50. Geburtstag des Christopher Street Day alternativ feiern können. 

Der Auslöser für die Parade war ja ein Aufstand in einer Bar in der New Yorker Christopher Street. Da haben sich am 28. Juni 1969 Menschen verschiedener sexueller Minderheiten gegen Polizeiwillkür zur Wehr gesetzt.

Diese Aktion zog damals so weite Kreise, dass ein Jahr später, 1970, als Erinnerung daran erstmals eine große Straßenaktion initiiert wurde, um deutlich zu machen: Kein Mensch darf wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden.

Wobei sich die Kirchen auch nicht immer mit Ruhm bedeckt haben.

Stimmt. Und da wird auch weiterhin diskutiert. Wobei ich immer denke: In der Bibel steht der großartige Satz „Wir Menschen schauen auf das Äußere, Gott sieht das Herz an.“ Und genau so hat Jesus gelebt: Ihn hat vor allem interessiert, ob Menschen liebevoll miteinander umgehen.

Daran sollten wir Menschen messen, nicht an ihrer sexuellen Orientierung.

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