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Wie Katz und Maus
Bild: Markus Bieck/Pixabay

Wie Katz und Maus

Tanja Griesel
Ein Beitrag von

Tanja Griesel,

Evangelische Pfarrerin, Fritzlar
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In diesen Tagen kommt ein neuer Film mit Tom und Jerry in die Kinos. Wer kennt sie nicht, das ewig streitende Duo? Seit mehr als 80 Jahren können wir dabei zusehen, wie Tom, der Kater und Jerry, der Mäuserich einander jagen. Beide fahren schwere Geschütze auf, um den anderen in die Pfanne zu hauen.

Tom und Jerry - das ewig streitende Duo

Tom wirft eine Stange Dynamit, um Jerry aus dem Mauseloch zu vertreiben. Er wartet hinter der nächsten Ecke und hält sich die Ohren zu. Doch Jerry hat längst das Dynamit an Toms Schwanz gebunden. Es explodiert und Tom läuft schreiend davon.

Was ist an diesem Katz und Maus Spiel so lustig?

Was an diesem Katz und Maus Spiel so lustig ist? "Wenn irgendwas auf Tom oder Jerry drauffällt, dann sind sie plötzlich so platt wie ein Teppich, obwohl das ja in echt gar nicht geht", erklärt mir eine Neunjährige begeistert. Recht hat sie. Alles, was Tom und Jerry passiert, ist überdreht und absurd. Und der, der es am ärgsten treibt, wird am Ende bestraft – frei nach dem Motto: "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein."

"Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein"

Diese Redewendung stammt aus der Bibel (Sprüche 26,27). Darin steckt eine Lebensweisheit, die heute noch Gültigkeit besitzt. Manchmal erfahren wir am eigenen Leib, was es heißt: "Wer anderen eine Grube gräbt..." Ob aus Neid oder Missgunst, aus Eifersucht oder Egoismus: Wer andern zu schaden versucht, schadet sich oft nur selbst. Damit machen wir uns und anderen das Leben schwer. Im echten Leben geht es nicht immer so glimpflich aus wie im Zeichentrickfilm. Über Tom und Jerry kann ich herzhaft lachen. Ein Vorbild dafür, wie man gut und vor allem friedlich miteinander auskommen kann, sind sie nicht.

"Die goldene Regel" für unser Zusammenleben

"Geht so mit anderen um, wie die anderen mit euch umgehen sollen", sagt Jesus im Neuen Testament (Matthäus 7,12). Dieser Grundsatz gilt bis heute als eine Art Goldene Regel für unser Zusammenleben. Wer andere so behandelt, wie er selbst auch behandelt werden will, löst Konflikte – mit guten Argumenten und der Bereitschaft, auch mal Kompromisse einzugehen.

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