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Singende Mäuse – Überraschungen der Schöpfung
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Singende Mäuse – Überraschungen der Schöpfung

Susanna Petig
Ein Beitrag von

Susanna Petig,

Evangelische Pfarrerin, Kirchspiel Gensungen, Felsberg /Eder
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Also, da war ich doch platt: Hausmäuse können singen!
Gehört habe ich das noch nie!
Auch nicht, als sich mal ein Exemplar auf unseren Dachboden verirrt hatte.
Aber kein Wunder:
Der Mäusegesang liegt im Ultraschallbereich, so dass wir Menschen ihn nicht wahrnehmen. Forscher haben ihn aufgezeichnet und analysiert. Wenn man ihn stark verlangsamt wiedergibt, klingt der Gesang ein wenig wie Vogelgezwitscher, heißt es in den Forschungsberichten. Und er ist hochkomplex.
Mäuse teilen einander eine Menge Informationen auf diese Weise mit. Besonders wichtig ist der Gesang offenbar im Vorfeld der Paarung. Sozusagen der Minnegesang der verliebten Mäuseriche, damit die Angebetete ihn erhört.
Aber Liebeslieder sind nicht die einzigen Informationen, die so ausgetauscht werden. Und offenbar sind Mäusefrauen redseliger als Mäusemännchen, kommt mir irgendwie bekannt vor …
Aber im Ernst: Zeigt sich hier nicht wieder einmal, wie sehr wir Menschen unsere Mitgeschöpfe oft unterschätzen? Denn eine hochkomplexe Kommunikation setzt ja auch eine gewisse Intelligenz voraus. Überschätz dich nicht permanent, Mensch, schießt mir durch den Kopf. Es gibt Dinge, die du nicht verstehst, vielleicht noch nicht – und die du vielleicht auch überhaupt nicht für möglich halten würdest.
Behalt das im Sinn!
Bleib dir dessen bewusst, damit du nicht hochmütig wirst.
Sei vielmehr das, was die Bibel demütig nennt. Nicht unterwürfig oder so, sondern dessen bewusst, dass wir Menschen nicht alles sind oder alles verstehen oder wissen.
Dass es mehr gibt auf der Welt – und vielleicht auch darüber hinaus: Einen, der alles gemacht hat: Himmel und Erde. „ … und siehe, es war sehr gut“, sagt die Bibel.
Finde ich auch!

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