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Lächeln mit Maske
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Lächeln mit Maske

Steffen Jahn
Ein Beitrag von Steffen Jahn, Referent für Weltkirche, Bischöfliches Generalvikariat Fulda
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Moderator/in: Wie geht es Ihnen damit? Ein freundliches Lächeln – das tut gut, das kann peinliche Situationen retten und hilft in vielen Situationen weiter. Im Moment müssen aber alle Menschen wegen der Maskenpflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Zum Beispiel beim Einkaufen oder in Bus und Bahn. Das ist zum einen ungewohnt und zum anderen können wir nicht sehen, ob jemand unter der Maske ein brummiges oder ein freundliches Gesicht macht. Steffen Jahn von der katholischen Kirche, du hast dir ein paar Gedanken dazu gemacht. Wie lächelst du mit Mundschutz?

Ja, das fällt tatsächlich schwer, gerade wenn der Mundschutz schon die Hälfte vom Gesicht verdeckt. Ich vermisse gerade so ein bisschen das Leben und die Freundlichkeit in den Gesichtern der Leute. Ich habe vor einigen Tagen einen Fotografen getroffen, der hatte sein lachendes Gesicht von außen auf den Mundschutz draufdrucken lassen. Das sorgt jedenfalls sofort für eine positive Grundstimmung. Trotzdem fehlt was, wenn ich den Anderen nicht lächeln sehen kann.

Warum denkst du, ist Lächeln im Alltag wichtig?

Die Mimik und ein Lächeln helfen uns ja das Gegenüber und dessen Worte einzuschätzen und selbst wenn es um ein unangenehmes oder erstes Thema geht, kann ich mit einem Lächeln andeuten: Das wird schon wieder! Oder: Keine Angst, ich meine es gut mit dir! Einer meiner Freunde hört sehr schlecht und ist dadurch im Alltag ganz deutlich beeinträchtigt. Die Mimik hilft ihm, die Worte zu deuten. Und in den sozialen Netzwerken nutzen wir dafür ja Emojis oder Smileys.

Was ist also dein Tipp?

Trotzdem freundlich sein – auch mit Mundschutz. Mit einem "Danke" oder einem Kompliment geht das mit Worten auch am besten. Ob das die Kassiererin im Supermarkt ist, der Busfahrer oder die Arzthelferin – das spürt der Gesprächspartner sofort. Und dabei darf man ruhig auch kritisch bleiben, das empfiehlt auch der hl. Paulus schon in der Bibel. Er schreibt in einem seiner Briefe (Kol 4,6) zum Umgang mit Fremden: "Euer Wort sei immer freundlich, doch mit Salz gewürzt, denn ihr müsst jedem in rechter Weise antworten können."

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