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Der ganz kostbare Moment im Leben
Pixabay/Dorothée QUENNESSON

Der ganz kostbare Moment im Leben

Thomas Drumm
Ein Beitrag von

Thomas Drumm,

Evangelischer Pfarrer, Leiter der Akademiker-SMD, Marburg
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Weihnachten ist schon fast wieder vorbei. Wie schnell das doch immer geht. Ich stelle mir vor: Auch für Maria und Josef – damals am ersten Weihnachten – war die Heilige Nacht schnell vorbei. Das Kind war geboren. Die Hirten zurückgekehrt zu ihren Herden.

Maria und Josef gehen mit dem Baby in den Tempel

Ein paar Tage später geht das junge Paar mit dem Kind in den Tempel in Jerusalem. So war das üblich. Sie wollen Gott danken für das Geschenk des neuen Lebens, dass alles gut gegangen ist mit der Geburt.

Auch Simeon ist im Tempel

Mitten in dem Gewusel und Gewühl begegnet ihnen ein steinalter Mann. Simeon. In der Bibel steht: Er hatte so etwas wie eine Eingebung, die ihm sagte: Geh heute in den Tempel! Der alte Simeon nimmt von den vielen Leuten im Tempel kaum Notiz. Aber da fällt sein Blick auf die Familie mit dem Kind.

Und Simeon spürt in seinem Herzen: „Das ist es. Mit so einem Kind fängt die Welt neu an. Dieses Kind ist der Trost, auf den ich so lange warte. Dieses Kind wird den Weg zeigen, den wir gehen können.“

Simeon nimmt das Kind auf den Arm

Der alte Mann nimmt den kleinen Jesus auf seinen Arm und preist Gott: „Nun kann ich in Frieden sterben, denn meine Augen haben den Heiland Gottes gesehen! Es ist wahr: Gott hat sein Volk nicht vergessen!“

Simeon hat sich von diesem Kind berühren lassen und Trost gefunden

Mich beeindruckt diese Szene. Simeon – äußerlich alt und gebrechlich – war innerlich ganz wach für den besonderen Augenblick. Er hat gesehen, entdeckt und verstanden. Er hat dieses Kind nicht einfach an sich vorbeiziehen lassen wie die vielen hundert Anderen im Tempel. Simeon hat sich von diesem Kind berühren lassen und Trost gefunden.

Ein kostbarer Moment im Leben

Ich finde: Das ist ein ganz kostbarer Moment im Leben eines Menschen, wenn er entdeckt, was Gott schenken will. Wenn er in Jesus den sehen kann, der sein Leben hell macht und mit dem er getrost sterben kann. Wenn er im Jesuskind den Heiland Gottes entdeckt und spürt: Gott ist bei mir.

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