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Vielfalt bereichert!

Vielfalt bereichert!

Pia Arnold-Rammé
Ein Beitrag von

Pia Arnold-Rammé,

Katholische Pastoralreferentin, Referentin für Sozialpastoral, Frankfurt
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Als Ammar 2015 aus Syrien nach Deutschland kam, hat er sehr viel aus eigener Kraft geschafft. Aber für den B2-Sprachabschluss braucht er Hilfe. Er lernt Sascha kennen, bei Kaffee mit Kardamon. Sascha arbeitet ehrenamtlich in einem Café für Einheimische und Geflüchtete. Ammar findet es klasse, wie Sascha ihm die deutsche Grammatik erklären kann oder auch das Wahlsystem in Deutschland – und wie  Sascha sich einfühlen kann in seine Situation als Geflüchteter.

Syrisch-deutsche Freundschaft

Ammar und Sascha sind immer mehr zu Freunden geworden. Und für Ammar haben sich die Mühen mit der deutschen Sprache gelohnt: Er hat einen Ausbildungsplatz als Anlagenmechaniker bekommen. Die Berufsschule ist schwer, aber Ammar weiß, wo er sich Hilfe holen kann.

Geschichten über das, was klappt

Diese und ähnliche Geschichten gibt es viele zu erzählen. Viele Geflüchtete haben es geschafft. Wir haben es geschafft!  Die „Interkulturellen Wochen“, die morgen beginnen, wollen auch das: unseren Blick lenken auf das, was klappt, was funktioniert im interkulturellen Miteinander.

Liebe den Fremden!

Ich finde, das ist in der aktuellen Lage ganz wichtig und notwendig, in der Diskussion um eine europäische Flüchtlings- und Asylpolitik, um die Flüchtlingslager auf Moria und anderswo, um die immer mehr abgeschotteten europäischen Grenzen. Ja, es ist human und christlich, Geflüchteten Hilfe und Aufnahme zu gewähren. So heißt es zum Beispiel in der Bibel: „Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen.“ (Levitikus 19,34)

Anregende Interkulturaliät

Es ist aber nicht nur das: Gerade durch den persönlichen Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen wird mir immer wieder deutlich, wie anregend und spannend Vielfalt und Interkulturalität sein kann. Es bereichert mich und auch unsere Gesellschaft. Und darauf möchte ich auf keinen Fall verzichten.

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