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Engel der Armen
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Engel der Armen

Daniel Stehling
Ein Beitrag von Daniel Stehling, Pastoralreferent und Katholischer Religionslehrer, Fulda
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Ich blicke auf meinen Kalender. Unter dem heutigen Datum, 26. August, verrät er mir: 1910 Geburtstag Mutter Teresa. Also genau heute vor 110 Jahren wurde Mutter Teresa geboren. Sofort sehe ich die alte Dame mit dem weiß-blauen Gewand vor mir, wie sie sich in Indiens Hauptstadt Kalkutta um die Armen kümmert. Dort gründete sie einen Orden. Zusammen mit ihren Mitstreiterinnen kümmerte sie sich aufopferungsvoll um Kranke und Sterbende. Auch um verwahrloste Kinder und Weisen sorgte sie sich hingebungsvoll. So erhielt sie auch die Bezeichnung "Engel der Armen". Dabei kommen mir auch die kritischen Stimmen in Erinnerung, die ihr vorwarfen nicht genug getan zu haben, um noch mehr Menschen zu retten. Manche nahmen auch Anstoß an der Motivation ihres Tuns.
Ich denke auf jeden Fall, dass Mutter Teresa ein Vorbild für mein Leben ist. Als gläubiger Christ klingt mir der Satz Jesu aus dem Matthäusevangelium in den Ohren. "Was ihr dem geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan." (Mt 25,40) Und genau hier liegt für mich das große Beispiel von Mutter Teresa. Sie hat sich um die Ärmsten der Armen gekümmert, hat die, die in die Straßengräben gelegt wurden, damit sie dort einsam sterben, in ihre Häuser geholt. Mutter Teresa hat sich um Waisen und verwahrloste Kinder gekümmert. All das hätte sie nicht tun müssen. Aber sie hat sich von Jesus ansprechen lassen. Hat seinem Wort getraut und hat so in den armen, kranken und geschundenen Menschen ihrer Zeit Gott gefunden. Sie ist in diesen Menschen Gott selbst begegnet. Daraus hat sie Kraft und Mut geschöpft für ihr weiteres Tun und Handeln. Daran kann ich mir ein Beispiel nehmen. Aus Jesu Wort Mut und Kraft schöpfen für mein Tun. Und genauso in meinen Mitmenschen Gott finden und ihm begegnen. Das nehme ich mir heute fest vor. Dann kann vielleicht auch ich in meinem Umfeld zum Engel werden für meine Mitmenschen.

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