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Macht hoch die Tür!
GettyImages/Mumemories

Macht hoch die Tür!

Ein Beitrag von

Ingo Schütz,

Evangelischer Pfarrer, Oberursel-Bommersheim
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Am Sonntag ist Erster Advent. Dann werden in der Kirche Advents-Lieder gesungen, allen voran der Klassiker mit der Nummer 1 im Evangelischen Gesangbuch: „Macht hoch die Tür“.

Die Geschichte hinter dem Lied

Die Geschichte hinter dem Lied spielt in Königsberg in Ostpreußen vor 400 Jahren. Ein schneidend kalter Wind pfiff den Menschen um die Ohren, sie suchten Schutz. Ein Küster öffnete die Kirchentüren auch für die Ärmsten. Der Pfarrer dieser Kirche hieß Georg Weissel. Er sagte sinngemäß zu dem Küster: „Was du gemacht hast, die Türen auf für die, die Wärme brauchen, das war eine gute Predigt, denn du hast gezeigt, was Nächstenliebe ist.“

Kirchentüren und Herzenstüren öffnen im Advent

Wenige Tage später hat der Pfarrer darüber ein Lied gedichtet. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Er dachte an Kirchentüren, die sich öffnen, um Bedürftige zu schützen. Und er dachte an Herzenstüren, die vorher aufgetan werden, damit Jesus hineinkommen kann. Denn darum ging es ihm auf dem Weg nach Weihnachten: Wenn Gott in diese Welt kommt, dann wird er nicht nur im fernen Bethlehem geboren. Er will auch dir und mir begegnen. Will einziehen in mein Herz.

Wenn meine Herzenstür für Jesus offen ist, so überlegte Pfarrer Weissel, dann kann ich meine Haustür vor einem Bedürftigen nicht verschließen. So wird Weihnachten ganz persönlich und macht einen Unterschied in unserer Welt.

Die Augen offenhalten und das Herz öffnen für die, die Hilfe brauchen

Klar, ich kann nicht alle, die Wärme brauchen, auf einmal in mein Wohnzimmer holen. Aber ich kann die Augen offenhalten und mein Herz öffnen für die, die Hilfe brauchen. Und ich kann schauen, ob und was ich für sie tun kann.

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