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Lieben und Leben
Bild: tigertravel/Pixabay

Lieben und Leben

Bernd Spriestersbach
Ein Beitrag von

Bernd Spriestersbach,

Evangelischer Pfarrer i. R., Fulda
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"Blinde Passagiere" heißt das Lied von Johannes Oerding.: "Wir sind wie blinde Passagiere. Treiben einfach so umher. Auf 'ner kleinen blauen Kugel. Durch das große, schwarze Meer. …... Und wenn man irgendwann aussteigt, will doch jeder sagen: Wir ha'm geliebt, wir ha'm gelebt."

"Wir ha'm geliebt, wir ha'm gelebt"

Ich kannte das Lied nicht. Im Gottesdienst wurde es vorgetragen. Es ist mir nachgegangen. Besonders der Schluss: „Und wenn man irgendwann aussteigt, will doch jeder sagen: „Wir ha'm geliebt, wir ha'm gelebt“

Geliebt haben. Geliebt worden sein. Das von sich sagen können, soll am Ende stehen. Erfülltes Leben als Lebensbilanz. Das möchte ich für mich auch.

"Ein Gast auf Erden"

Passagier bin ich. Wie Oerding singt. Auf dem Erdenstern. Aber kein blinder. Ich glaube, dass Gott mich bei meinem Namen gerufen hat. Gewollt hat. Ich mit ihm leben darf und soll. „Ein Gast auf Erden“. Mit begrenztem Aufenthalt und vergänglich. Wenn ich ‚aussteigen‘ muss, dann möchte ich zurückblicken auf ein gutes Leben, erlebte Liebe und erfüllte Lebensträume. Das ist der Wunsch.

Zum gelebten Leben gehören aber immer auch Scheitern und Niederschläge. Schwere Zeiten. Sie können das Gute in meinem Leben vergessen machen. Deshalb heißt es in der Bibel: "Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat" (Ps. 103,2).

Gott loben und sich dankbar erinnern

Gott loben, sich dankbar erinnern, das hilft, dass meine Lebensreise enden kann mit dem Gefühl der Zufriedenheit. Mit Dankbarkeit. Dankbar für Familie, Freundschaft. Für Gelingen und Glück. Für erfahrene und weitergegebene Liebe. Ein ‚seliges‘ Ende wäre das. Dazu gehört für mich auch, am Ende alles Misslungene, falsch Gemachte und Versäumte Gottes Barmherzigkeit zu überlassen.

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