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Über die Kunst des Lesens
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Über die Kunst des Lesens

Pia Arnold-Rammé
Ein Beitrag von

Pia Arnold-Rammé,

Katholische Pastoralreferentin, Referentin für Sozialpastoral, Frankfurt
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„Lest Leute – sonst seid ihr verloren“: Das war das Motto der ersten Frankfurter Buchmesse nach dem Krieg. Ja, gerade in den aktuellen Zeiten, wenn ich viel zuhause sitze, gefällt mir das Motto. Bücherlesen hilft mir. Es hilft mir, mal dem Alltag zu entfliehen. In der Phantasie irgendwo ganz anders zu sei: in der Geschichte des Buches. Heute ist der Welttag des Buches, von der UNESCO 1995 als Festtag für das Lesen eingerichtet.

Wir feiern Autorinnen und Autoren und deren Werke

Doch nicht nur für das Lesen und die Kultur des geschriebenen Wortes, sondern auch für die Rechte der Autoren und Autorinnen ist dieser Tag gedacht. Das finde ich wichtig. Immer wenn ich ein gutes Buch lesen, denke ich: Klasse, dass jemand so eine prima Geschichte, so einen spannenden Krimi oder auch so ein verständliches Sachbuch schreiben kann. Das ist eine Super Leistung! Und ich würdige sie, in dem ich das Buch mit der entsprechenden Haltung lese. Erich Fromm beschreibt in seinem Buch „Haben oder Sein“ die Kunst des Lesens. Dabei geht es darum, nicht nur den sachlichen Inhalt eines Buches zu erfassen. Es geht vielmehr vor allem um die emotionale Seite eines Buches, um die Echtheit des Autors und um Verstand und Herz. Habe ich ein Buch nur „abgearbeitet“ oder hat es mich wirklich getroffen, mich emotional bewegt, mein Herz angerührt?

Ein faszinierendes Buch entführt mich in eine andere Welt

Natürlich liegt es auch am Buch, aber es liegt auch an der Art und Weise, wie ich mir ein Buch aneigne. Ein Buch, das mir wichtig ist, lese ich anders: Ich gebe mich selbst in das Buch hinein und identifiziere mich mit Personen. Ich erzähle anderen begeistert von dem Buch. Für mich ist das dann ein gutes Buch, egal was andere darüber sagen. Diese Bücher habe ich nicht nur gelesen, sondern sie sind quasi Teil meines Lebens geworden. Und das waren und sind sehr schöne Erfahrungen für mich. Auch dafür möchte ich am Welttag des Buches danken, vor allem den Autorinnen und Autoren dieser Bücher!

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