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Reich ist, wer gibt
Bild: Caniceus/Pixabay

Reich ist, wer gibt

Michael Becker
Ein Beitrag von

Michael Becker,

Evangelischer Pfarrer i. R., Kassel
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Manche haben gewonnen in der Coronazeit. Nämlich Geld und Vermögen. Zeitungen schreiben (focus.de), dass viele Reiche in den letzten beiden Jahren noch etwas reicher geworden sind. Sie haben gut verdient im Bereich Technik und Gesundheit. Das gilt auch für Menschen, die die richtigen Aktien besitzen. Insgesamt gibt es jetzt mehr Milliardäre als vor Corona.

Und was wird nun aus dem vielen schönen Geld?

Das würde Jesus vielleicht auch gerne wissen. Er hatte ja nichts gegen Reiche. Er ließ sich in deren Häuser einladen und aß und trank mit ihnen. Reichtum ist nichts Schlimmes. Als einmal ein reicher junger Mann mit Jesus redet, sagt Jesus seinen berühmten Satz (Markus 10,25): Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt. Es geht hier aber nicht um Geld. Es geht um etwas anderes; nämlich: um Verantwortung. Es ist schön, reich zu sein. Und was machst Du nun mit Deinem vielen schönen Geld, fragt Jesus den reichen Jüngling?

Da fällt dem jungen Mann nichts mehr ein. Dabei ist die Antwort doch einfach, vor allem in der Adventszeit: Ich gebe etwas ab davon. Ich halte nicht alles fest, sondern teile ein wenig. Es ist eine wunderbare Gnade, etwas zu besitzen. Man kann sich das Leben schön machen - und seinen Liebsten auch. Aber das war es dann noch nicht. Man denkt besser noch ein Schrittchen weiter und weiß: Besitz ist schön; aber reich ist man nur, wenn man abgibt. Dann können sich auch noch andere ihr Leben schön machen.

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