Ihr Suchbegriff
Beitrag anhören:
Pfingsten - Wie Menschen in ihrer Vielfalt gut zusammenleben können
GettyImages/Monkeybusinessimages

Pfingsten - Wie Menschen in ihrer Vielfalt gut zusammenleben können

Dr. Dr. h.c. Volker Jung
Ein Beitrag von

Dr. Dr. h.c. Volker Jung,

Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Darmstadt
Beitrag anhören:

Pfingsten ist ein Fest, das bewusst macht, wie verschieden Menschen sind: Verschiedene Sprachen, unterschiedliche Kulturen und Religionen. Gleichzeitig feiern Christinnen und Christen an Pfingsten: Gottes Geist verbindet die Menschen miteinander, so verschieden sie auch sind.

Die Verschiedenheit der Menschen macht das Leben reich und bunt

Dass Menschen verschieden sind, macht das Leben reich und bunt. Aber es ist auch anstrengend. Manchmal sogar sehr anstrengend. Das fängt ja meistens schon mit den Menschen an, mit denen wir am häufigsten zu tun haben. Diejenigen, mit denen wir unter einem Dach leben. Da gibt es unterschiedliche Interessen und Ansichten. Wie wollen wir unsere Wohnung einrichten? Wie verhalten wir uns zu den Erziehungsmethoden unserer Kinder? Wo soll es im Urlaub hingehen, wenn das wieder möglich ist. Und nicht selten kommt es soweit, dass Beziehungen zerbrechen, weil Menschen so verschieden sind.

Meist gibt es gute Wege Konflikte zu lösen

Auch bei den Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit, prallen manchmal unterschiedliche Vorstellungen aufeinander: Wie kann die Arbeit am besten gelingen? Was ist Ordnung und wo fängt die Unordnung an? Da kann man über vieles streiten. Die meisten finden einen guten Weg, Konflikte zu lösen. Andere leider nicht.

Unterschiedliche Menschen bringen Unterschiedliches ein

Mehr und mehr Menschen erkennen zum Glück: Es ist gut, wenn verschiedene Menschen zusammenleben und -arbeiten. Unterschiedliche Menschen bringen Unterschiedliches ein. Wenn es gelingt, all das in die gemeinsame Arbeit einzubringen, kann am Ende mehr dabei herauskommen. Leider gelingt es nicht immer. Dann gibt es Auseinandersetzungen. Streit kostet viel Kraft. Schnell stellt sich die Frage: Ist es nicht doch einfacher, wenn eine Person das Sagen hat? Oder wenn alle gleich ticken?

Fragen und Probleme treten in der Corona-Zeit deutlicher hervor

In der Corona-Zeit, so wird immer wieder gesagt, ist vieles wie in einem Brennglas zu sehen. Gemeint ist: Da sind Fragen und Probleme deutlicher zu erkennen als vorher. Die Fragen und Probleme waren schon vorher da, nur verdeckt. Aber jetzt sind sie besser zu sehen. Die Ängstlichen werden ängstlicher, die Mutigen werden mutiger und die Komplizierten werden komplizierter. Wenn Menschen angespannt sind, zeigen sie deutlicher, wer sie sind. Unterschiede treten klarer hervor, Meinungen werden entschiedener vorgetragen, manchmal auch aggressiver.

Die einen wollen einheitliche Regeln für alle, die anderen wollen lieber selbst entscheiden

Manche rufen dann nach klaren Ansagen und einheitlichen Regelungen: Alle sollen gleich handeln. Das ist schön übersichtlich und einfach. Man erspart sich damit, schwierige Entscheidungen treffen zu müssen. Das nimmt einem die lästige Verantwortung ab. Andere sagen: Es ist aber nicht überall gleich. Es ist überall anders. Und wir wissen am besten, was hier bei uns das Richtige ist. Deshalb entscheiden besser wir.

Diesen Konflikt gibt es auch in der Kirche

Dieser Konflikt spielt sich seit vielen Monaten zwischen der Bundesregierung und den Ländern, dann zwischen den Ländern und den Kreisen und dann zwischen den Kreisen und den Kommunen ab. Viele kennen ihn auch aus anderen Zusammenhängen. Auch in den Kirchen. Entscheiden wenige für alle zusammen? Oder entscheiden viele für ihre Gruppe oder sich selbst? Eine Frage, eine Spannung, die viele Debatten durchzieht – gerade jetzt in der Corona-Zeit. Dazu liefert eine berühmte biblische Geschichte eine interessante, neue Perspektive.

Musik: Felix Mendelsohn Bartoldy, Jauchzet dem Herrn alle Welt (Kammerchor Stuttgarter unter Frieder Bernius)

Vielfalt ist schön und Vielfalt ist anstrengend

Vielfalt ist schön und Vielfalt ist anstrengend. Wie kann es gelingen, dass die vielen verschiedenen Menschen gut miteinander leben? Das hat Menschen schon immer bewegt. Um diese Ur-Frage der Menschheit geht es in der biblischen Geschichte vom Turmbau zu Babel. Sie hat immer wieder Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Unzählige Bilder wurden dazu gemalt.

Vom Nomadentum zu Siedlern

Die Geschichte erzählt vom Leben der Menschen in Babylon, auch Babel genannt. Dort sprechen alle eine Sprache. Das war nicht immer so: In ganz frühen Zeiten lebten die Menschen als Nomaden. In kleinen Sippen zogen sie umher und weideten ihre Herden. Dann fingen sie an Häuser zu bauen. Dörfer entstanden, kleine, dann größere Städte.

Der Turmbau zu Babel

Jetzt wohnten sie zusammen, gehörten zusammen. Sie dachten: Das kann nur gelingen, wenn wir eine Sprache sprechen. Nur dann werden wir stark sein und mächtig. So geschieht es in Babel: Eine aufstrebende Stadt mit großen Plänen. Ihr Selbstbewusstsein wollen sie weithin sichtbar machen - durch einen großen Turm.Sie fangen ein gigantisches Bauwerk an, wie es zuvor noch keines gab. Doch sie kommen nicht weit. Denn Gott lässt das nicht zu, so erzählt die Bibel. Wörtlich heißt es in der Geschichte:

Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und das ist erst der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! (1. Mose 11,6-7)

Diktaturen setzen gerne auf Einheitlichkeit

Einerlei Volk und einerlei Sprache. Alles einheitlich. Das kommt einem bekannt vor. Da fallen einem auch heutige Großmächte ein. Vor allem wenn sie diktatorisch regiert werden, setzen sie gerne auf Einheitlichkeit: Eine Sprache, die gleiche Religion, die gleiche Weise zu leben.

Ein Volk, eine Sprache, ein Reich!

Vermutlich steckt genau das hinter der Geschichte vom Turmbau zu Babel: die Erfahrung mit ersten Großmächten, deren Herrscher totalitär regierten. Ein Volk, eine Sprache, ein Reich! In welche Katastrophen dieser Gedanke die Menschheit geführt hat, steht deutlich vor Augen. Insbesondere die deutsche Geschichte zeigt, wie zutiefst menschenverachtend dieses Denken ist. „Eine Sprache“ heißt eben nicht nur, dieselbe Sprache zu sprechen, sondern auch das Denken der Menschen zu vereinheitlichen.

Gott schützt die Menschen vor sich selbst

Und Gott schreitet ein, um das zu verhindern. Das bedeutet: Gott schützt die Menschen vor sich selbst. Gott rettet sie vor dem Machtwillen von Menschen, indem er viele Sprachen schafft und die Menschen in alle Welt zerstreut. Diese Geschichte hat die Botschaft: Es ist gut, dass Menschen so verschieden sind – in allem, in ihren Sprachen, ihrer Kultur, ja auch in den Religionen.

Vielfalt kann auch verwirrend sein

Die Geschichte drückt aus, dass die Vielfalt ein Segen für die Menschheit ist. Dabei ist diese Geschichte aber nicht naiv. Sie sieht auch, dass Vielfalt zugleich verwirrend ist. Der mythische Ort, an dem die Geschichte spielt, heißt Babel. Und das bedeutet „Verwirrung“. Vielfalt ist eben beides. Sie ist Segen. Sie kann aber auch zum Fluch werden – durch Missverständnisse, Unverständnis und Gewalt.

Ein einheitlicher Zugriff auf Sprache, Denken und Religion geht gar nicht

Wenn es um Vielfalt und Einheitlichkeit geht, sollte man also genau hinschauen. Es ist gut, sich bewusst zu machen: Alles und alle vereinheitlichen zu wollen, ist lebensfeindlich. Man muss gut prüfen, was einheitlich geregelt werden muss, damit es allen hilft und was nicht. Auf gar keinen Fall geht ein einheitlicher Zugriff auf alles: die Sprache, das Denken, die Religion. Es ist ebenfalls gut, sich klarzumachen: Vielfalt ist ein Segen. Aber sie muss bejaht, gelebt und gestaltet werden, damit sie nicht ins Chaos stürzt. Wie geht das?

Musik: Johann Sebsatian Bach, Komm, Heiliger Geist, Herre Gott (Athesinus Consort Berlin unter Klaus-Martin Bresgott)

Vielfalt muss gestaltet werden

Vielfalt ist ein Segen. Aber sie muss gestaltet werden. Wie geht das? Eine Antwort findet sich in der biblischen Geschichte von Pfingsten. Die Geschichte dieses Tages handelt von den Frauen und Männern, die mit Jesus unterwegs waren. Doch nun sind sie allein. Jesus ist gestorben, auferstanden und dann gen Himmel gefahren.

Die Pfingstgeschichte in der Bibel

Zuvor hatte er ihnen noch gesagt, dass er auf neue, unsichtbare Weise bei ihnen sein werde. Und dass Gottes Geist sie erfüllen werde. Die Jüngerinnen und Jünger werden sich sicher gefragt haben, was das bedeuten sollte. Verunsichert ziehen sie sich in ein Haus in Jerusalem zurück und warten, was passieren wird.

Ein Haus erfüllt von Brausen und Feuerflammen

Das berichtet der Evangelist Lukas so: Gottes Geist erfüllt ihr Haus mit Brausen und Feuerflammen. Sie gehen nach draußen und fangen an laut zu predigen. Leute aus der Nachbarschaft kommen dazu, viele Leute versammeln sich um diese eigenartige Erscheinung herum. Es sind Leute aus allen möglichen Regionen und Ländern, denn Jerusalem ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Sprachen.

Alle sprechen ihre eigene Sprache und verstehen sich trotzdem

Doch merkwürdig: Alle, die ihnen zuhören, verstehen sie – in ihrer eigenen Sprache. Wohlgemerkt: Es wird keine neue Einheitssprache gesprochen, die alle verstehen. Es ist auch nicht so, dass plötzlich alle die Sprache können, in der gepredigt wird. Die Leute verstehen die Jüngerinnen und Jünger jeweils in ihrer eigenen Sprache.

Wie war es in der Geschichte vom Turmbau zu Babel? Es ging darum, Menschen durch verschiedene Sprachen zu verwirren und zu zerstreuen. Weil es die Menschen gefährdet, wenn alles gleich ist: Kultur und Religion und Sprache.In der Pfingstgeschichte geht es darum, Menschen über verschiedene Sprachen, über alle Verschiedenheiten hinweg zu verbinden.  

An Pfingsten verstehen die Menschen einander, weil Gottes Geist sie erfüllt

Das Pfingstereignis in Jerusalem macht weder die babylonische Sprachverwirrung noch die Vielfalt rückgängig. Es ist nicht so, dass Pfingsten in Ordnung bringt, was in Babel in Unordnung geraten war. An Pfingsten verstehen die Menschen einander, weil Gottes Geist sie erfüllt. Gottes Geist schenkt, dass Menschen verstehen, was andere in einer anderen Sprache sagen.

Gottes Geist führt Menschen zusammen

Und die Menschen verstehen nicht nur die Sprache: Sie verstehen auch Gottes Botschaft für sie. Die Jünger predigen darüber, wie Gott segensvoll wirkt – in der Geschichte seines Volkes Israel und im Leben des Jesus von Nazareth. Sie verstehen, dass es gut ist und guttut, sich diesem Gott anzuvertrauen. Viele von denen, die zuhören, wollen dazugehören. Sie lassen sich taufen. Von dieser Geschichte geht die frohe Botschaft aus: Gottes Geist führt Menschen zusammen. Gottes Geist hilft zu verstehen, was fremd ist.

Keine gegensätzlichen Geschichten: Der Turmbau zu Babel und das Pfingstereignis in Jerusalem

Der Turmbau zu Babel und das Pfingstereignis in Jerusalem sind also keine gegensätzlichen Geschichten. Vielmehr ergänzen sie sich: Der Turmbau zu Babel erzählt, dass Vielfalt gut ist. Die Pfingstgeschichte führt das in Jerusalem fort, indem sie erzählt, wie Menschen in dieser Vielfalt gut zusammenleben können. Gottes Geist öffnet die Herzen, dass Menschen in ihrer Vielfalt zueinander finden. Und auch, dass sie zu Gott finden.

Musik: Johann Sebastian Bach, "Wer mich liebet, der wird mein Wort halten" aus der Kantate BWV  59 (Matsumi Hatano, Mezzosopran und Peter Kooij, Bariton u.a. mit dem Bach Collegium Japan unter Masaaki Suzuki)

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Manche denken bei dem Stichwort Geist an Geisterstunde mit schummrigen Figuren in weißen Gewändern. Der Heilige Geist ist anders. Er kommt nicht nur nachts, er ist immer da. Er ist die Kraft Gottes, die die Welt durchzieht. Der Heilige Geist selbst bleibt dabei zwar unsichtbar, aber sein Wirken kann man sehr gut erkennen. Gottes Geist bringt Menschen zusammen, die ganz verschieden sind. Er vereinheitlicht Menschen nicht, sondern öffnet Ohren und Herzen, dass fremde Menschen einander verstehen.

Gottes Geist wirkt überall in der Welt und führt Menschen zusammen

Ich bin überzeugt: Gottes Geist wirkt auch heute in dieser Welt. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Menschen für sich selbst sagen: Ich glaube an Gott, an Jesus Christus, ich glaube an den Heiligen Geist. Ich selbst empfinde es allerdings als ein besonderes Geschenk des Geistes, dies so glauben und sagen zu können. Aber Gottes Geist ist viel größer als das, was ich glaube. Gottes Geist wirkt überall in der Welt und führt Menschen zusammen – unabhängig davon, welche Sprache sie sprechen, welche Kultur sie geprägt hat, was sie denken und glauben, wie sie veranlagt sind und welche Fähigkeiten sie haben. Gottes Geist ist die Kraft, die Menschen hilft, in Vielfalt gut miteinander zu leben, aufeinander zu achten und zu respektieren.

Der Heilige Geist ist eine Kraft, die hilft, geduldig und barmherzig zu sein

Was kann man selbst tun? Mir ist es wichtig, Gott immer wieder neu um die Kraft des Geistes zu bitten – jeden Tag. Es ist eben eine Kraft, die hilft, Menschen zu respektieren, wenn sie mir fremd sind. Es ist eine Kraft, die hilft, geduldig und barmherzig zu sein – auch in Streitigkeiten und Diskussionen des Alltags.

Ich denke dabei immer wieder an eine heftige Diskussion, die ich mit einem Kollegen über theologische und auch politische Fragen hatte. Wir vertraten völlig gegensätzliche Auffassungen. Als wir uns dann, es war schon sehr spät am Abend, gegenseitig eine gute Nacht wünschten, sagte er: „Wir haben ja wirklich sehr verschiedene Ansichten. Aber ich bin dankbar für unsere Freundschaft. Schlaf gut!“ Die habe ich ihm auch gewünscht. Und ich empfand ganz stark: Uns verbindet Gottes guter Geist.

Auseinandersetzen, aber trotzdem zusammen bleiben

Heftige Diskussionen in der Familie, zwischen Eltern und Kindern, in einer Freundschaft, wer kennt das nicht? Wenn nun wahrhaftig nicht einleuchtet, was der andere macht, wie die andere denkt. Da kann es laut werden – oder ganz still. Da können Beziehungen bis zum Zerreißen angespannt sein. Es befreit, wenn dann der Geist von Pfingsten einkehrt: Wir setzen uns auseinander – aber wir bleiben zusammen.

"Aber was ist, wenn wir diesen Geist nicht spüren?"

Aber was ist, wenn wir diesen Geist nicht spüren? „Um Gottes Geist bitten“, das sage ich allen, die mich fragen: Was kann ich selbst tun, um glauben zu können? Ich glaube fest, dass Gott Menschen nicht enttäuscht, die um Gottes Geist bitten.

Die Menschen müssen den Blick in die Welt richten...

Beten ist das eine, was Menschen tun können. Das andere ist, den Blick in die Welt zu richten und zu widerstehen, wo Menschen über Menschen herrschen. Das ist ja meistens damit verbunden, dass die Verschiedenheit von Menschen bekämpft wird. Das ist in Staaten zu sehen, die autokratisch und totalitär regiert werden. Die Herrschenden schränken die Meinungs- und Pressefreiheit ein oder schaffen sie ganz ab. Sie verhindern, dass Menschen ihren Glauben, ihre Religion frei leben können.

Heute trifft Vielfalt von Menschen stärker aufeinander als früher

In der heutigen Welt trifft die Vielfalt von Menschen stärker aufeinander als früher. Die eigene Individualität wird viel mehr gepflegt. Migration bringt mehr Menschen zusammen. Alle sind heute viel intensiver als Weltgemeinschaft miteinander verbunden. Es ist eine große Aufgabe und zugleich auch eine große Chance, diese Vielfalt miteinander zu leben.

Das Pfingstfest erinnert an den Segen dieser Vielfalt und daran, dass Gott seinen Geist schenkt, so dass Menschen in Vielfalt miteinander leben können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen: Ein frohes und geisterfülltes Pfingstfest!

Musik: Christopher Tambling, Laudate Dominum (The Embassy Singers)

 

Musikkonzeption: Uwe Krause

Weitere Themen

Das könnte Sie auch interessieren