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Hundstage
Pixabay/StockSnap

Hundstage

Irmela Büttner
Ein Beitrag von

Irmela Büttner,

Evangelische Pfarrerin, Offenbach-Bieber
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Viele Menschen haben sich während der Pandemie einen Hund gekauft. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Die ganze Zeit zu Hause, kaum Besuch, wenig Abwechslung.

Hundevideos anschauen

Ich habe mich in den vergangenen Monaten selbst dabei ertappt, wie ich mir Videos auf YouTube von Hunden angeschaut habe und angefangen habe zu träumen. Ein Hund, mit dem ich spazieren gehe, den ich streicheln kann, der mich mit großen Augen anschauen würde.

Hunde können für die seelische Gesundheit gut sein

Früher kam ich selten auf solche Gedanken. Aber jetzt habe ich mich danach gesehnt. Auf einmal habe ich verstanden, warum Hunde auch für die seelische Gesundheit gut sein können.

"Hunde sind Gesichtsleser"

Dann habe ich mit einem Hundebesitzer gesprochen. Der erzählt: „Hunde sind Gesichtsleser. Sie erfassen genau, wie ihr Mensch gerade drauf ist. Es braucht keine Worte, ich muss nichts erklären, nichts rechtfertigen. Mein Hund ist bedingungslos an meiner Seite. Das allein tut gut.“

Einfach nur für jemanden da sein

Natürlich: Einen Hund haben braucht Zeit, und man muss es auch können. Viele Menschen merken erst später, dass es am Ende doch nichts für sie ist. Aber das mit dem einfach nur da sein, keine Worte brauchen, das ist mir hängen geblieben. Das tut auch zwischen Mensch und Mensch gut. Einfach nur da sein, ohne Worte und vor allem ohne dem anderen Vorwürfe zu machen.

Hundstage einmal anders gedacht

Heute beginnen die Hundstage, steht im Kalender. Statistisch gesehen die heißeste Zeit im Jahr. Ich verstehe die Hundstage mal ein bisschen weiter: Mich im Gesicht lesen üben, erfassen, wie der andere gerade drauf ist, so wie Hunde das können. Ohne viele Worte einfach für den anderen da sein.

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