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Die richtige Balance im Mai
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Die richtige Balance im Mai

Ein Beitrag von

Christina Ellermann,

Pastoralreferentin an der Edith-Stein-Schule in Darmstadt

Endlich ist Feierabend, das hoffe ich zumindest für die meisten Hessen. Und wieder haben wir im Mai eine kurze Arbeitswoche - diesmal nach dem langen Pfingstwochenende. Viele Leute sagen allerdings - auch hier bei HR3 -, das ist auf der einen Seite schön mit den vielen Feiertagen.  Aber andererseits muss die Arbeit ja trotzdem geschafft werden – und an den Arbeitstagen wird das dann knapp. Da ist manchmal auch die Versuchung da, an den Feiertagen was zu tun. Ich frage heute mal Christina Ellermann von der katholischen Kirche: Sag mal, kriegst du es hin, die Feiertage wirklich freizuhalten?

Ganz ehrlich: Ich kriege das nicht immer hin. Als Christin versuche ich schon, mich auch an das dritte Gebot zu halten, in dem es heißt: wir sollen den Sabbat oder Sonntag heiligen und wirklich ausruhen und nichts tun. Aber manchmal muss ich mich auch da mal hinsetzen und z.B. eine Klausur fertig korrigieren, weil jetzt bald die Noten für die Zeugnisse fertig werden müssen. Aber meist fühle ich mich nicht gut dabei.

 Aber warum? Es gibt ja auch Berufe, die müssen immer arbeiten, egal ob Sonntag oder Feiertag (Pfarrer übrigens ja auch). Wenn es eben nicht anders geht...

 Ja, das stimmt schon. Ich möchte ja auch alles erledigen, was andere und ich selbst von mir erwarten! Und das fällt mir gerade als berufstätige Mama nicht immer leicht. Aber wenn ich ehrlich bin: Mir tun die Sonntage und Feiertage gerade dann auch gut. Gott möchte das Beste für mich. Und da gehört Erholung definitiv dazu. Ich darf auch mal guten Gewissens nichts machen. Muss mich dafür nicht immer rechtfertigen. Ich darf auch mal ausruhen, jeder darf das!

Dann siehst du die Ruhe so wie ein von Gott verordnetes Geschenk?

Ja, das trifft´s ganz gut.
Wir nehmen uns z.B. sonntags in der Familie was Schönes vor: Radfahren, Eisessen, einen Ausflug oder so. Das klappt in 8 von 10 Fällen.  Und ich versuche, ein gutes Maß zu finden zwischen Arbeit und Erholung, das klappt nicht immer perfekt. Aber ich finde, Gott hat schon Recht mit der Erholung und deshalb arbeite ich dran.

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