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Artenvielfalt
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Artenvielfalt

Monika Dittmann
Ein Beitrag von

Monika Dittmann,

Katholische Seelsorgerin im Altenheim, Flörsheim am Main

Was habe ich mich früher an den bunten Wiesen gefreut. Überall das Gesumme der Insekten und die flatternden Schmetterlinge. All das ist heute so selten geworden.
Heute, am 22. Mai, ist der internationale Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Verbunden mit diesem Aktionstag ist die Sorge, dass immer mehr Tier- und Pflanzenarten durch uns Menschen gefährdet sind. Unser Wirken ist immer ein Eingriff in die Natur. Ob wir düngen oder ob wir Autofahren, ob eine Straße gebaut wird oder ein neues Baugebiet erschlossen wird: Immer hat das Einfluss auf die Pflanzen- und Tierwelt. Der Lebensraum wird beeinflusst – und schließlich zerstört.

In der Bibel, ganz zu Beginn, erzählt das Lied von der Entstehung der Schöpfung davon, dass alles gut war, was Gott gemacht hatte. Auch der Mensch gehört zu dieser wunderbaren Lebenswelt dazu. Doch wir sind berufen zur Freiheit – und können oder müssen uns selbst frei und verantwortungsvoll in diesem wunderbaren Netz von Leben bewegen. Als Abbild Gottes sind wir dazu berufen, diese wunderbare Welt zu behüten. Das scheint aber immer weniger zu gelingen.

Längst wissen wir: weniger ist mehr. Wir können Konsum einschränken, wir können den Wasserverbrauch drosseln und auch Stromverbrauch reduzieren. Ich finde: Wir sollten uns als Menschen nicht so wichtig nehmen: Das kann heißen, keine Ertragsmaximierung auf den Feldern. Das kann bedeuten, unsere Ernährung umzustellen, auch: Nahrungsmittel nicht wegzuwerfen. – bewusster einzukaufen.

Auch als Menschen sind wir Teil der Artenvielfalt: Es gibt uns nicht nur hier im reichen Europa. Auch in den heißen Ländern, in den trockenen Gebieten, auf unfruchtbaren Landstrichen, mit anderer Hautfarbe; mit anderen Sprachen und vielen unterschiedlichen Gebräuchen und Gewohnheiten. Gemeinsam gehören wir in ein Netz des Lebens. Diese Leben, die Vielfalt der Schöpfung, gilt es, zu bewahren. Da gibt es für uns alle noch viel zu tun – da reicht ein Tag der Artenvielfalt nicht aus.

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