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Tag der Erde: Und Gott sah, dass es gut war!
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Tag der Erde: Und Gott sah, dass es gut war!

Pia Arnold-Rammé
Ein Beitrag von

Pia Arnold-Rammé,

Katholische Pastoralreferentin, Referentin für Sozialpastoral, Frankfurt
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Gott sah, dass es gut war! Die Bibel beginnt mit einer Erzählung über die Erschaffung der Welt. Und da kommt dieser Satz ziemlich häufig vor. Gott blickt auf diese Welt, und was er sieht, das gefällt ihm. Alles ist sehr gut. Wenn ich mir die aktuelle Weltlage betrachte, dann könnte ich Gott glatt für einen Zyniker halten. Oder ich stelle mir die Frage, was aus der anfänglich offensichtlich guten Schöpfung so alles geworden ist. Oder besser gesagt: was Menschen daraus gemacht haben.

Wie gehen wir um mit unserer „Mutter Erde“?

Heute ist Internationaler Tag der Mutter Erde, 2009 von der UNO ins Leben gerufen. Die Idee des Aktionstags ist es, für einen ökologischen und umweltbewussten Lebensstil zu werben. Alle sind eingeladen, ihren Umgang mit Ressourcen, ihr Konsumverhalten und ihre Müllproduktion kritisch zu überdenken.

Wenn ich mir den Zustand der Erde so ansehe, müsste eigentlich jeder Tag ein Tag der Mutter Erde sein. Aber das widerspricht sich ja auch nicht: So ein Gedenktag macht ja nur dann Sinn, wenn er mir Anregungen für mein alltägliches Verhalten gibt. Und da fällt mir einiges ein, was ich ganz persönlich tun kann: Müll vermeiden, Plastik vermeiden, Fahrrad fahren statt Auto, auf Fleisch verzichten, um nur einiges zu nennen.

Viele kleine Schritte verändern die Welt

Trotzdem überkommt mich immer mal wieder das Gefühl: Was soll das ändern an den Megaproblemen der Erde? Ich komme mir dann sehr hilflos vor und bin es ja letztlich auch. Aber was wäre die Alternative? Und siehe, es war sehr gut – das mal wieder von der Erde sagen zu können, wäre sehr schön. Und auch wenn ich das alleine mit meiner Verhaltensänderung nicht erreichen werde: ohne meinen Beitrag kommt es erst recht nicht. In einem Lied heißt es: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Diese Perspektive tröstet mich dann wieder. Und hilft mir, mit kleinen Schritten weiterzugehen: für eine gute Schöpfung, für die Rettung unseres Planeten.

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