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Heilkräuter
Bild: congerdesign_pixabay

Heilkräuter

Bettina Pawlik
Ein Beitrag von

Bettina Pawlik,

Katholische Gemeindereferentin im Ruhestand
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In Wiesbaden gibt es viele schöne Parks und Anlagen. Sie laden zum Spazierengehen ein. Einen der Gärten finde ich besonders beeindruckend. Es ist der Apothekergarten im Aukamm-Kurgebiet. Bei einem Ausflug mit meiner Freundin habe ich ihn mir vor einigen Tagen ganz genau angesehen.

Große Vielfalt der Heilkräuter im Apothekergarten

Im Apothekergarten gibt es viele Heilpflanzen. Die sind nach bestimmten Themen dort angepflanzt: Was hilft bei Magenbeschwerden? Wie kann ich mir helfen, wenn das Herz schwach ist? Und welche Kräuter sind gut bei Erkältungskrankheiten?

Etwa 270 verschiedene Pflanzen gibt es im Apothekergarten. Wenn ich mir die Kräuter und Stauden betrachte, komme ich ins Staunen. Und in mir taucht die Frage auf: Warum gibt es so viele unterschiedliche Gewächse? Das finde ich wunderbar. Schon in alter Zeit haben die Menschen gewusst, wie ihnen die Kräuter helfen können.

Ein Zeichen der Güte und Liebe Gottes

Es gibt in diesem Garten zwei Beete, die nach der Anweisung von berühmten Menschen angelegt sind. Diese Menschen haben im Mittelalter gelebt. Es sind die heilige Hildegard von Bingen und der Mönch Walafried Strabo, der im 9. Jahrhundert Abt der Insel Reichenau im Bodensee war. Hildegard und Walafried haben durch ihre Heilkunst und die Behandlung mit den richtigen Kräutern vielen ihrer Zeitgenossen geholfen. Mit feinem Gespür und reicher Erfahrung haben sie gelehrt, wie der Mensch im Einklang mit der Natur leben und Krankheiten überwinden kann. Für sie waren die heilkräftigen Kräuter ein Zeichen der Güte und Liebe Gottes, der das Heil der Menschen will, das Heil von Leib und Seele.

Und siehe, es war sehr gut

Ich habe selbst schon die Heilkraft der Kräuter am eigenen Leib erfahren. Wenn ich huste, koche ich mir immer Thymian aus meinem Kräuterbeet. Schon der Duft lässt mich freier atmen. Da fühle ich eine große Dankbarkeit in mir. Und ich kann dem Erzähler der Schöpfungsgeschichte in der Bibel nur zustimmen: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut.“ (Genesis 1,31 a)

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