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Sommeranfang – Jede Jahreszeit ist ein Gottesgeschenk
Bild: Gerald Friedrich/Pixabay

Sommeranfang – Jede Jahreszeit ist ein Gottesgeschenk

Karl Waldeck
Ein Beitrag von

Karl Waldeck,

Direktor Evangelische Akademie, Hofgeismar
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Es ist gerade mal eine Stunde her: Heute, am 21. Juni um 5.32 Uhr, hat der Sommer begonnen – mit dem sogenannten kalendarischen Sommeranfang. Was hierzulande tatsächlich oft nur eine Kalendernotiz ist oder sich bloß wie Sommer anfühlt, ist in anderen Ländern ein großes Ereignis: etwa in Skandinavien wie in Schweden, wo die Mittsommernacht das Fest des Jahres schlechthin ist: Es wird gesungen, gut gegessen und getrunken – es herrscht Ausgelassenheit wie sonst nie!

Der Wechsel der Jahreszeiten wird oft mit religiösen Festen begangen

Die Jahreszeiten kommen und gehen. Oft wird ihr Wechsel auch zusammen mit religiösen Feiertagen begangen. Der Wandel der Natur spielt dabei eine Rolle, auch wenn das – wie im Christentum oder Judentum – offiziell nicht im Vordergrund steht: Auf den Frühlingsanfang folgen Ostern und Pessach, im Herbst das Erntedankfest und das jüdische Neujahrsfest, zu Beginn des Winters das Chanukkafest, im Christentum Weihnachten und der Jahreswechsel. Dem Sommer scheint solch ein markantes Fest zu fehlen.

Auf den Sommeranfang freuen

Man muss den Sommeranfang nicht eigens festlich begehen und kann sich doch auf die Zeit, die nun kommt, freuen: Ferien sind in Aussicht, Verreisen ist zumindest für viele, die es wollen, möglich. Man kann auch zu Hause bleiben, zu Fuß oder per Rad unterwegs sein, den Tag auf Terrasse und Balkon verbringen, ein Schwimmbad aufsuchen – es gibt so viele Möglichkeiten!
Manchmal frage ich mich, ob ich eigentlich eine Lieblingsjahreszeit habe. Da fällt die Entscheidung schwer. Vom Sommer verlange ich nur, dass er nicht allzu nass und kühl ist.

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz

Grundsätzlich hat jede Jahreszeit ihren Reiz. Der verschneite Winterwald zum Beginn des Jahres, der blühende Apfelbaum im Frühjahr, das goldene Licht des Herbstes. Ich kann es auch in religiöser Sprache sagen, indem ich einen Satz abwandle, der ursprünglich auf die Weltgeschichte gemünzt ist: Jede Jahreszeit ist unmittelbar zu Gott.

Jede Jahreszeit verweist auf Gott, den Schöpfer

Jede Jahreszeit verweist in ihrer Schönheit und Eigenart auf den Schöpfer und auf den Reichtum der Schöpfung.
Jetzt gilt es den Sommer zu entdecken und zu genießen: die Hitze, die über den Getreidefeldern steht, das kühlende Grün in den Wäldern, die Sommerfrüchte – Erdbeeren, Johannisbeeren, Kirschen. Jede Jahreszeit kann zum Fest werden – für alle Sinne, ein Fest der Schöpfung! Öffnen wir unsere Augen und Ohren, vor allem unser Herz dafür!

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche und in den Sommer.

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