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Gemeinsam genießen
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Gemeinsam genießen

Klaus Nobiling
Ein Beitrag von Klaus Nobiling, Evangelischer Pfarrer im Kirchspiel Lichtenfels-Goddelsheim
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Feierabend! Ich freue mich auf zu Hause. Unsere Kinder kommen heute Abend zu uns zum Essen. Nach längerer Zeit mal wieder die Möglichkeit, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen.

Ich muss nur noch dafür ein paar Sachen besorgen. Schnell noch in den Supermarkt. Doch: So ganz leicht ist das nicht!

5 Personen - 3 verschiedene Essgewohnheiten

Bei fünf Personen gibt es drei verschiedene Essgewohnheiten: Zwei Vegetarier, ein Veganer, zwei Allesesser.

Über´s Essen lässt sich leicht diskutieren.

Aber heute Abend will ich darüber nicht reden. Ich will vor allem wissen, wie es den Kindern geht. Doch wie können dennoch alle herzhaft zugreifen, ohne dass es Frust gibt?

Was sollen wir nur essen?

Im Supermarkt sind die Regale übervoll. Für jeden Ernährungswunsch gibt es zahllose Angebote. Und die sehen alle gut und lecker aus. Doch greife ich jetzt zu dem Einen, lasse ich das andere liegen. Was sollen wir nur essen, damit es allen schmeckt?

Eine schwierige Situation.

Eine gute Idee von Paulus

Paulus kommt mir in den Sinn. Er sagt im Römerbrief sinngemäß: „Du willst doch, dass ihr einen schönen Abend habt und gern am Tisch sitzt. Dann

sorgt dafür, dass ihr alle was zu genießen habt und redet nicht übers Essen!“ (Römer 14,13-23). 

„Gute Idee, Paulus, aber wie mache ich das?“. Da habe ich einen Geistesblitz.

Rücksichtsnahme und Nächstenliebe können so einfach sein

Ich kauf einfach Sachen für´s Raclette. Da macht sich jeder sein eigenes Pfännchen und keiner wird benachteiligt.

Nächstenliebe und Rücksichtnahme können ja so einfach sein! Hauptsache, wir sitzen gemeinsam an einem Tisch.

So packe ich alles von allem in meinen Einkaufswagen und mache mich auf den Weg nach Hause.

Ich bin zuversichtlich, dass es ein schöner Abend wird!

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